<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:g-custom="http://base.google.com/cns/1.0" xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" version="2.0">
  <channel>
    <title>Wortblockade-Blog</title>
    <link>https://www.wortblockade.de</link>
    <description>Unsere Spezies zerstört sehenden Auges die eigenen Lebensgrundlagen. Seltsam!
Noch merkwürdiger: Die Wortblockade meint allen Ernstes, mit nackten Worten dagegenhalten zu können!

Was gewagte Einschätzungen angeht, ist die Wortblockade also mindestens auf Augenhöhe mit der Verdrängungsgesellschaft.
Wir meinen: Das könnte ein gutes Zeichen dafür sein, dass sie funktioniert.

Hauptprojekt ab 2023 ist #UnsereGenerationUnserJob</description>
    <atom:link href="https://www.wortblockade.de/feed/rss2" type="application/rss+xml" rel="self" />
    <image>
      <title>Wortblockade-Blog</title>
      <url>https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/122127.jpeg</url>
      <link>https://www.wortblockade.de</link>
    </image>
    <item>
      <title>Die Grünen: Vom Scheckgespenst zur Moderation des Wandels</title>
      <link>https://www.wortblockade.de/die-gruenen-vom-scheckgespenst-zur-moderation-des-wandels</link>
      <description>Die liberale und konservative Parteienkonkurrenz der Grünen hat im Verbund mit der Springerpresse gezeigt, dass sie die Grünen jederzeit zum Schreckgespenst aufbauen können. Die Verdrängungsgesellschaft freut sich und macht mit beim Grünen-Bashing. Da dies jedoch nicht gegen die Polykrise hilft, braucht es eine Antwort auf die Frage, wie 14,9% Wählerstimmen für 100% Effekt genügen können.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die konservative und liberale Parteien-Konkurrenz der Grünen hat - im Verbund mit der Springerpresse - nachdrücklich gezeigt: „Bei Bedarf“ können sie die grüne Partei jederzeit zum Schreckgespenst für eine angeblich überzogene Klimapolitik aufplustern. Der reale Schrecken der Klimakrise wird in ein grünes Gespenst transferiert und kann so scheinbar mitsamt der lästigen grünen Partei leichterhand erledigt werden. Die Verdrängungsgesellschaft fällt erfreut ins Grünen-Bashing ein. Endlich aktives Handeln, um die eigenen Sorgen zu bekämpfen. Doch die Polykrisen verschwinden dadurch nicht, ganz im Gegenteil. Daher brauchen wir etwas gänzlich Neues: 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Vision, in der 14,9 % Wähler:innen-Stimmen für 100% Effekt genügen können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Grüne in Not
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Spätestens seit der vergeigten Europawahl 2024 diskutiert die grüne Partei über ihre Strategie - das Debakel um das „Heizungsgesetz“ bildet den mächtigen Background.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das Soziale besser mitdenken, die Mittelschicht fokussieren, die Migration anders verhandeln - das sind einige der Ideen. Solche Vorschläge würden vielleicht den Grünen helfen. Doch mitten in der Polykrise hat sich der Einsatz dramatisch erhöht.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erweitern wir daher die Perspektive von den „Grünen in Not“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Schauen wir auf die „Menschheit in Not“ – dem eigentlichen Problem.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Welche besondere Rolle könnte den Grünen dann zukommen?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Um noch einmal einen Schritt zurück zu gehen und es klar zu sagen: Wir begraben hiermit zwei Szenarien. Erstens die Hoffnung, dass ökologisch-dominierte Wahlentscheidungen erheblich zunehmen. Zweitens die Idee, dass alle Parteien eine starke Klimapolitik, jeweils in ihrer bevorzugten Version, vorlegen – liberal, konservativ, sozialdemokratisch. Dies scheint - bis auf weiteres - ein Wunschdenken zu sein. Zu groß ist für die Parteien offenbar die Versuchung, die Probleme liegen zu lassen und mit Grünen-Bashing parteipolitische Punktsiege zu erzielen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Anders gesagt ist der Stand:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die übrigen Parteien delegieren die Klimapolitik im Wesentlichen an die Grünen – und bekämpfen sie anschließend politisch.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im Ergebnis kann die grüne Partei in ihrer etablierten Form und Wirkweise kein wirklicher Fortschrittsfaktor sein. Um den menschlichen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/warum-die-klimabewegung-zu-klein-denkt"&gt;&#xD;
      
           Epochenwechsel
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            zu meistern, kommt ihr eine ausgezeichnete gänzlich neue Rolle zu.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Hinauswachsen über die pure Parteipolitik
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die klassische Parteiarbeit der Grünen, der einzigen größeren Partei mit dem Schwerpunkt Klimaschutz, bleibt selbstverständlich sinnvoll und notwendig. Themen müssen gesetzt, konkrete Gesetzesvorhaben entwickelt, dem fossilen Backlash eine Alternative entgegengehalten werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber um die nötigen Umstellungen in Schwung zu bringen, braucht es eine neue, zusätzliche Rolle: Die Moderation des Wandels. Eigentlich sollte diese Aufgabe nicht von politischen Parteien übernommen werden. Doch es hilft nichts: Das Wirken einer Partei als Moderator des Wandels trägt entscheidend dazu dabei, die Selbstblockade des parteipolitischen Systems aufzulösen. Und dies ist bitter nötig.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für die grüne Partei bedeutet diese Rolle – vor allem, wenn man auf die nächsten Jahrzehnte und nicht nur bis zur nächsten Wahl blickt - ein enormes Privileg. Ein Privileg, das sich nicht in Prozenten und Wahlerfolgen bemisst und sie gar nicht unbedingt braucht. Ein Privileg, das selbstverständlich weit über jeglichen gewohnten Rahmen hinausgreift - der aber bisher schlicht nicht für die Bewältigung der Polykrise taugt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Innovation im Parteiensystem
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Selbstverständlich übernimmt jede grüne Politikerin und jeder grüne Politiker schon heute eine gewisse Moderationsfunktion. Dennoch ist es ein grundsätzlicher Unterschied in der Denke, ob man sagt, „Liebe Klimabewegung und Zivilgesellschaft: Ihr habt uns mit 14,9% gewählt, also bekommt ihr (leider nur) 14,9% Klimapolitik. Wählt uns mehr, dann bekommt ihr mehr“. Oder ob man eine andere Überlegung favorisiert:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           "Angesichts der Tatsache, dass wir letztlich 100% Klimaschutz und Erhalt unserer Lebenswelt benötigen, braucht es eine Partei, die zusätzlich zur etablierten Parteipolitik kraftvoll versucht, die allgemeinen parteipolitischen Machtströme und -prozesse möglichst geschickt so zu lenken, dass eine maximale Klimapolitik resultiert.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das würde ein grundsätzliches Neudenken der eigenen Rolle bedeuten. Dabei hört sich „Moderation“ zwar zahm und passiv an. Aber das täuscht: Es kann sehr machtvoll sein, die großen Kräfte mit minimalem Aufwand umzusteuern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Diese Rolle wäre singulär, sie wäre Privileg und Pflicht in einem. Und sie wäre in höchstem Maße nützlich für die Menschheit. So könnte die Selbstblockade des politischen Parteiensystems am Anfang dieses Epochenwechsels der Menschheitsgeschichte endlich aufgelöst werden. Ein konkreter Beginn können die hier beschriebenen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/klimakrise-mit-zukunftscontainern-die-parteipolitische-blockade-ueberwinden"&gt;&#xD;
      
           Zukunftscontainer
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            sein.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 19 Jul 2024 10:47:17 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.wortblockade.de/die-gruenen-vom-scheckgespenst-zur-moderation-des-wandels</guid>
      <g-custom:tags type="string">Gesellschaftsdesign,Epochenwechsel,Klimabewegung,Klimakrise,Klimapolitik</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/ai-generated-8481758_1280+geschnitten.png">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/ai-generated-8481758_1280+geschnitten.png">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Klimakrise: Mit Zukunftscontainern die parteipolitische Blockade überwinden</title>
      <link>https://www.wortblockade.de/klimakrise-mit-zukunftscontainern-die-parteipolitische-blockade-ueberwinden</link>
      <description>Mit dem politischen Gesprächsformat "Zukunftscontainer" könnte parteiübergreifend an einer wirksamen Klimapolitik gearbeitet werden.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;i&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    
          W
          &#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           ir versuchen, eine parteiübergreifende Aufgabe mit den Mitteln der Parteipolitik zu lösen - und scheitern daran. Ein Ausweg könnte das Konzept der Zukunftscontainer bieten.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Nuss, die geknackt werden muss
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Seit Jahrzehnten geht es in der Klimapolitik zwei Schritte voran und einen zurück. Und wenn die Zeiten schlecht sind, dreht sich das Verhältnis sogar um. Wir fallen zurück. Oder führen Rückzugsgefechte. Und das, obwohl wir alle wissen, wie sehr die Klimakrise - und die anderen planetaren Grenzen - drängen. Warum also kommen wir nicht in die Gänge?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Die Nuss, die geknackt werden muss, ist das politische System“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            erklärt - völlig zu Recht - der
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://taz.de/Bewegungsforscher-ueber-Letzte-Generation/!5935523/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Protestforscher Simon Teune
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . Das „parteipolitische“ System, würde ich präzisieren. Was Teune damit auch sagen will: Den Druck zu erhöhen, würde keinen entscheidenden Unterschied machen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Warum nicht? Weil der
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ausweg
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           fehlt. Um dies zu verstehen, werfen wir einen Blick auf die Verantwortlichen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Normale Menschen in der Politik
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was ist denn mit denen, die vor allen anderen handeln müssten? Zum Beispiel, weil sie darauf Amtseide geschworen haben oder als unsere Vertreterinnen und Vertreter in den Parlamenten sitzen? Menschen halt. Klar, als Klimaaktivist kämpfe ich anders. Aber grundsätzlich sieht es doch so aus:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir alle tun (fast) alles, um
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Unseren Job zu behalten
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            unseren Einfluss zu bewahren
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            die etablierte Zusammenarbeit mit denen, die wir mögen, fortzusetzen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            aktiv gestalten zu können
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            unser Selbst- und Weltbild zu schützen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der letzte Aspekt beinhaltet, keine dramatischen Fehler eingestehen zu müssen. Wir wollen unsere Grundorientierungen und Werte behalten. Unseren Freundeskreis. Unsere Lieblingsbeschäftigungen. Unsere Routinen. Unsere Urlaubsplätze. Oder, anders herum:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir wollen explizit NICHT unser gesamtes Leben umkrempeln!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Egal, was die Klimakrise „davon hält“.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für Politikerinnen und Politiker gilt dasselbe. Und das ist einerseits großer Mist. Aber andererseits ist es vollkommen verständlich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gleichzeitig wissen die politisch Verantwortlichen genau: Die Politik, die am Ende bei all dem herauskommt, genügt bei weitem nicht den Anforderungen. Das eine widerspricht dem anderen. Aber beides stimmt. Was also tun?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Endlich konkret werden
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Als wir im Herbst 2023 mit über 400 Wissenschaftler:innen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://de.scientists4future.org/keine-parteigrenzen-fuer-klimapolitik/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           drei Kriterien zur parteiübergreifenden, ambitionierten Klimapolitik
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            veröffentlicht hatten, dachten wir: Das ist konkret! Zumindest war es viel konkreter als der viel beachtete Appell an Bundeskanzler Scholz und die Verantwortlichen im Land, den wir im
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://innn.it/UNSEREGENERATIONUNSERJOB" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Osterbrief
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            (über 400 prominente Erstunterzeichnende) unter dem Hashtag #UnsereGenerationUnserJob formuliert hatten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch vom Deutschlandfunk und dem vortrefflichen Podcast „Lage der Nation“ kam auf unsere Erklärung im Herbst die Rückmeldung: Was stellt ihr euch konkret vor?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aus der Auseinandersetzung damit entstand #ZaubertrankZusammenhalt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           #ZaubertrankZusammenhalt: Hauptprojekt 2024
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Stimmt, haben wir zunächst festgestellt: Die Kritik trifft zu! In politischen Formaten gedacht, sind die drei Kriterien vom Herbst unpräzise. So etwas wie ein „CO2-Budget“ hat eine ganz andere Flughöhe als, sagen wir, ein „Bundestagsausschuss“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das ist also zweifellos ein Problem. Dabei müssen wir, so die Annahme, diese Hürde nicht alleine überwinden. Fragen wir doch einfach die Profis, die Politikerinnen und Politiker! Zumal wir sie dann bei unseren Grundannahmen mitnehmen können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das gesuchte politische Gesprächsformat haben wir „Zukunftscontainer“ getauft. Seit Februar 2024 sprechen wir mit (Bundes-) Politikerinnen und Politikern darüber. Unterstützerinnen sind (derzeit – weitere Organisationen sind willkommen!) die AG Abgeordnetengespräche der Fridays For Future und die Regionalgruppe Stuttgart der Psychologists For Future – neben dem „Team UnsereGenerationUnserJob im Klimastrategienetzwerk.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zukunftscontainer auf Bundes- und Regionalebene
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erstaunlich schnell sammelten sich erstaunlich konstruktive Ergebnisse an und verdichteten sich zu praktikablen Ideen. Für die Bundesebene zeichnete der Umriss eines Zukunftscontainers ab. Und, ganz neu, durch Kollaboration mit den MdBs entstand die Idee von regionalen Zukunftscontainern. Demokratische Abgeordnete tun sich zusammen und starten eine Initiative fürs Klima, die sie parteiübergreifend tragen (z.B. die MdBs eines Wahlkreises).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie sammeln damit Erfahrungen, die in anderen Wahlkreisen genutzt werden können. Überall in Deutschland entstehen solche Zukunftscontainer. Damit verbreiten sich grundlegende Gedanken wie:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ein Kernproblem der Klimapolitik ist der parteipolitische Wettstreit, der an sich natürlich berechtigt ist, aber zugleich echte Fortschritte blockiert
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Um die Bevölkerung vom nötigen Umbau zu überzeugen, reicht eine temporär zugebilligte parlamentarische Mehrheit von knapp über 50 Prozent nicht aus; solange andere demokratische Parteien dagegen schießen, um parteipolitische Punktsiege zu erzielen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In einem Spiel, in dem der Einsatz hoch ist (eigener Job und Einfluss etc.) will niemand einfach so verzichten
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Klima wird als Kernthema der Grünen behandelt und an sie delegiert. Gleichzeitig wird die Partei als Wettbewerber bekämpft
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Blockade kann per Überparteilichkeit / Zukunftscontainer auf eine Weise überwunden werden, die sicherstellt, dass keine einzelne Partei einen gravierenden Vorteil oder Nachteil hat.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dieses Herangehen verbreitet sich nach und nach. Das ist schon mal gut. Und gut ist darüberhinaus: Wenn es günstige Zeiten gibt, können wir auf die entsprechenden Mindsets und Strukturen aufbauen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Endlich entsteht eine Orientierung für die verwirrten und desorientierten Menschen in der Klimakrise. Das ist so wichtig, zumal es diese Menschen allzuleicht nach rechts treibt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , wo es die einfachen Antworten – statt des verwirrenden und destruktiven Parteienstreits – gibt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Plan steht, mach mit!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Plan steht also! Auch in den – hier nicht geschilderten – Details. Was wir jetzt nur noch brauchen: Mitstreiterinnen und Mitstreiter! Und / oder Finanzen, um Menschen dafür zu bezahlen, die Zukunftscontainer zu etablieren - d.h. v.a. MdBs anzuschreiben und mit ihnen zu sprechen (diese Container selbst zu moderieren ist momentan nicht vorgesehen).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Hashtag #ZaubertrankZusammenhalt bezieht sich übrigens auf die Asterix-Bände, bei denen der Erhalt des Dorfes bedroht ist. In einigen scheinen „die Römer“ schon zu gewinnen – weil wirksame Intrigen die Dorfgemeinschaft zu zerbrechen drohen. Doch am Ende raufen sich die Bewohnerinnen und Bewohner wieder zusammen. Und es zeigt sich: Der vom Druiden gebraute Trank ist das eine. Aber die wichtigste Essenz des allen Bedrohungen widerstehenden Dorfes ist die Gemeinschaft.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vielleicht sind Zukunftscontainer so etwas wie der fehlende Zaubertrank. Vielleicht geht es aber auch nur darum, dass wir uns endlich zusammenraufen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wo es schon einmal einen Plan gibt: Was wirst du tun?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 30 Jun 2024 11:42:05 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.wortblockade.de/klimakrise-mit-zukunftscontainern-die-parteipolitische-blockade-ueberwinden</guid>
      <g-custom:tags type="string">Gesellschaftsdesign,Gesellschaftsdesigner,Gesellschaftsdesignerinnen,Klimabewegung,Klimakrise</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/cook-2663134_1280.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/cook-2663134_1280.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Die richtige Aktionsform heute</title>
      <link>https://www.wortblockade.de/die-richtige-aktionsform-heute</link>
      <description>Die Aktionsform Hungerstreik fürs Klima muss diskutiert werden. Was für Aktions- und Lebensformen sind der eskalierenden Krise angemessen?</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
           In der Pressekonferenz der Kampagne
           &#xD;
      &lt;a href="https://hungern-bis-ihr-ehrlich-seid.de/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hungern-bis-ihr-ehrlich-seid
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           vom 05.04.2024 wies die Ärztin Dr. Susanne Koch, die sich bei Health4Future und Scientist Rebellion engagiert, mehrfach darauf hin, dass die anwesenden Journalist:innen doch bitte nach den Inhalten der Klimakatastrophe fragen sollten und nicht nach der Aktionsform des Hungerstreiks. Wir sollten also nicht über die Aktionsform reden? Doch, doch, ich finde schon. Und zwar auf angemessene Art und Weise.
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Stand der Klimapolitik
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Ausgangspunkt ist die Frage, wie es um die Klimapolitik steht. Mein persönlicher Blickwinkel: An Ostern 2023 formulierten wir
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://innn.it/UNSEREGENERATIONUNSERJOB" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           sehr entschiedene Worte
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            an Olaf Scholz, erstunterzeichnet von über 400 Prominenten aus allen Parteien und der Gesellschaft, mitunterzeichnet von vielen Tausenden. Wir schilderten die sofort notwendige, umfassende Klimapolitik. Zum Jahrestag schaute ich nochmals auf den Text.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was war seitdem passiert?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nichts. Nein, sorry, das trifft es nicht ganz. „Weniger als nichts“ muss es heißen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wir haben zum Beispiel damals darauf geachtet, dass auch Unionspolitiker und -politikerinnen unterschreiben können. Heute müssten wir noch sehr viel vorsichtiger formulieren, um sie für so etwas zu gewinnen. Die FDP vollführt – obwohl in der Regierung - eine ökologische Rückwärtsrolle. In den anderen europäischen Ländern sieht es ähnlich aus, wie
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.buch7.de/produkt/demokratie-und-revolution-hedwig-richter/1047873595?ean=9783462006438" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Hedwig Richter und Bernd Ulrich
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            gerade geschrieben haben.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und die Perspektive? Für die nächste Europawahl steht ein Siegeszug der Rechtsaußen-Parteien an, der die Klimapolitik weiter ausbremsen wird. In Deutschland droht Herr Merz als Kanzler, der meint, Klimapolitik habe durchaus noch zehn Jahre Zeit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gleichzeitig erlebten wir 2023 das klimaphysikalische Horrorjahr schlechthin.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der Wissenschaft läuft die Debatte, ob es sich überhaupt noch in die vorhandenen Klimamodelle einfügen lässt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Es gab unzählige schreckliche Katastrophen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Klimakrise ist MENSCHENGEMACHT
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Physik ist real, sie gilt für alle, sie verhandelt nicht. Das wird immer wieder gesagt. Langsam sollten wir zusätzlich anerkennen:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das MENSCHENGEMACHT am „menschengemachten Klimawandel“ ist genauso real.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mit Menschen kann man zwar verhandeln – aber es bringt wenig. Wir glauben – fast – alle an ein mehr oder weniger ausgeprägtes Weiterso.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das stetige Verdrängen und Leugnen gehören zum "menschengemacht" dazu!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bisher hatte ich eine Resthoffnung. Was hat sie - nahezu - zerstört? Was war 2023 anders? Nicht so viel eigentlich. Aber noch ein verlorenes Jahr seither mit der Perspektive auf weitere verlorene Jahre ist der Punkt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Art kollektiver Wahn
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Der Wahn beschreibt eine feste Überzeugung, die trotz gegenteiliger Evidenz nicht verändert werden kann.“ Steht im Katalog für psychische Erkrankungen DSM-5. In der Individualtherapie würde man einem Patienten,  die Tatsachen persönlich erklären. Auf der kollektiven Ebene läuft dergleichen über die Medien, die Klimagruppen etc. D.h. es gibt schon Unterschiede. So sind die Menschen weniger "fest überzeugt" als verwirrt - und machen halt so weiter.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der größte Unterschied von allen ist aber der, dass hier nicht einer spinnt während die anderen normal sind. Sondern eher erliegen alle einem Trugschluss und nur wenige haben den richtigen, radikalen Blickwinkel eingestellt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unser erster Weltuntergang
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Es würde sehr helfen, wenn wir
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.klimareporter.de/gesellschaft/der-klimawandel-und-die-ausserirdischen" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           das Beispiel anderer intelligenter Spezies hätten, die es schon einmal verbockt haben.
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Oder wenn wir auf eine Zeit in der Menschheitsgeschichte zurückblicken könnten, in der wir die Zivilisation neu aufbauen mussten. Derlei Vergleiche fehlen jedoch.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Von daher ist’s schwierig zu lernen und zu verstehen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dafür gibt es zwar die Wissenschaft. Aber um ihr nicht zu glauben, greifen wir auf die Küchenpsychologie - in einem sehr weitentwickelten Stadium - zurück.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wer meine realistisch-pessimistische Einschätzung bezweifelt, möge sie selbst prüfen. Alle Quellen dazu sind heute leicht zugänglich. Ich finde, diese Recherche ist dem Menschen zumutbar.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Blick in die eigene Garage, in die Urlaubsfotos, auf den eigenen Teller könnten den Anfang der Recherche bilden. Ob das alles legal ist, was dort zu finden ist, spielt keine Rolle!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Es geht nur um den Umweltverbrauch.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fragliche Aktionsformen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Greifen wir also die Frage der Aktionsformen auf. Und erweitern wir den Blick auf Nicht-Aktionen. Denn wer selbst nicht in Aktion geht, macht etwas anderes. Irgendetwas tut man ja. Aktionsformen sind Lebensformen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Und inmitten der eskalierenden Klimakrise, in der sich das Zeitfenster vor den Kipppunkten extrem schnell schließt, müssen Aktions- und Lebensformen diskutiert werden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Journalistinnen, die die Aktionsform Hungerstreik hinterfragen wollten, haben sich die Antwort auf ihre eigene Frage aus ihrem nichtradikalen und somit nicht angemessenen Blickwinkel heraus bereits gegeben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sie lautet: „Lasst den Hungerstreik sein, behaltet lieber eure Gesundheit! Denn wir werden eure Aktionsform endlos diskutieren, aber niemals Ernst machen mit unserem eigenen radikalen - und damit angemessenen - Beitrag zum Klimaschutz“. Man könnte auch sagen: Sie haben die eigentliche Frage nie richtig gestellt, um die es heute wirklich geht.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Und sie muss gestellt werden. Und die Antwort? Die gilt es weiter zu suchen. Und sie wird je nach Person und Begabung unterschiedlich ausfallen. Grundsätzlich geht es um die Selbstachtung und Würde innerhalb einer scheiternden Spezies Mensch, wie
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.buch7.de/produkt/bewusstseinskultur-thomas-metzinger/1045372013?ean=9783827014887" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Thomas Metzinger es formuliert
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            hat. Die Frage lautet: Wenn nicht Hungerstreik, was dann?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 09 Apr 2024 06:43:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.wortblockade.de/die-richtige-aktionsform-heute</guid>
      <g-custom:tags type="string">Weiterso-Märchen,Letzte Generation,Klimabewegung,Klimakrise,Klimapolitik,Aktionsformen,Klimapsychologie</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/Hungern+bis2.PNG">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/Hungern+bis2.PNG">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Wie entsteht eine dynamische Bewegung?</title>
      <link>https://www.wortblockade.de/wie-entsteht-eine-dynamische-bewegung</link>
      <description>Wie entsteht Dynamik? Warum explodiert der Protest gegen rechts im Januar 2024? Was lässt sich für andere Bewegungen wie die Klimabewegung lernen? Dynamik erklärt sich aus sich selbst heraus. Doch es braucht auch die richtigen Ausgangsbedingungen und ein Momentum.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
           Zigtausende fluten plötzlich die Straßen und stehen auf für den Schutz der Demokratie . Viele denken sich nun: Sehr schick. Aber wie konnte das so plötzlich kommen?  Lernen wir von Bob, dem Wirbelsturm. Er zeigt uns, wie eine eindrucksvolle, dynamische Bewegung entsteht.
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie mobilisieren wir Massen?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Viele engagierte Menschen  arbeiten tagtäglich daran, eine möglichst große Anzahl von Mitstreiterinnen und Mitstreiter für ihre Anliegen zu mobilisieren. Dafür gibt es sicherlich viele taugliche Rezepte. Das 1x1 des Campaignings zum Beispiel.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber genügt das? Dafür sind schon zu viele Bewegungen versandet oder haben gar nicht erst gezündet. Am Ende bleibt immer die Frage: Wie gelingt es? Wieso glückte der Klimabewegung 2019 ein immer weiter ansteigender Pegel des Protests - nur um ab Herbst 2019 wieder abzufallen? Warum explodierte der Protest gegen rechts im Januar 2024 geradezu?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bevor wir dies beantworten können, müssen wir diese Fragen genauer ansehen. Denn sie können auf zweierlei Art gestellt worden sein. Die erste Version ist eine, von der Aktivistinnen und Aktivisten hoffen, dass sie zutrifft. Hier ist Protest organisierbar und ein Stück weit vorhersagbar. In der zweiten Version schauen wir begeistert (oder erschreckt, je nachdem), auf ein Phänomen, das weitgehend unvorhersehbar und unsteuerbar auftritt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich glaube, beide Sichtweisen treffen zu. Ein Teil ist vorhersagbar - ein anderer nicht. Das entscheidende Moment bleibt unbeherrschbar. Zumindest so lange, wie man dem Glauben anhängt, es beherrschen zu können. Denn das heißt, gänzlich auf die Werkzeuge des Campaignings zu vertrauen.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Eine gesellschaftliche Dynamik können sie aber nicht sicher hervorlocken. In welchem Lehrbuch stand, dass ein 15-jähriges Mädchen mit einem Holzschild hervorragend geeignet wäre, eine weltweite Bewegung auszulösen? Obwohl sich an dieser Aufgabe zuvor schon tausende Menschen, darunter Akteure wie Greenpeace mit ihren fulminanten Aktionen und jahrelanger Aktivist:innenerfahrung, die Zähne ausgebissen hatten?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dennoch gibt es hier mehr zu entdecken. Lernen wir von Bob.
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bob der Wirbelsturm
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei Wirbelstürmen ist die Sache so. Es gibt bestimmte Ausgangsbedingungen. Dazu zählen Luftdruck, Temperatur, Feuchte und andere Parameter. Die Wissenschaft kennt diese Parameter. Nur: Ob, wo und wann dann letztlich ein Wirbelsturm entsteht, ist wissenschaftlich nicht vorhersagbar.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Das heißt: Wenn die Ausgangsbedingungen erfüllt sind, kann es sein, dass ein paar Teilchen beginnen, sich sehr schnell im Kreis zu drehen. Und es kann sein, dass sie andere mitreißen. Und dass sich immer mehr anschließen. Dann entsteht ein Wirbelsturm - mit all seinen expressiven Folgen. Oder aber: Das passiert nicht.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Genau so stellt sich das auch bei gesellschaftlichen Bewegungen dar. Luftdruck, Feuchte, Temperaturunterschiede: Das war 1989 die marode DDR-Wirtschaft. 2019 waren es die wissenschaftlich erforschte und vielfach dargestellte Klimakrise, eine weitgehend untätige Politik sowie der von Greta Thunberg entfachte Glaube, "wenn wir nur mehr werden, ändert sich die Politik". 2024 sehen eine AfD, die sich seit Jahren immer breiter machte und der die etablierten, sich ständig streitenden Parteien vielfach nach dem Mund reden. Ohne diese Ausgangsbedingungen gäbe es keine Dynamik. Warum auch? Doch wo und wann genau der Sturm der Entrüstung losbricht, lässt sich nicht vorhersagen.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Das wird viele schmerzen. Denn es bedeutet: Die Dynamik ist nicht herstellbar. Die Dynamik erklärt sich letztlich aus sich selbst heraus. Psychologisch gesagt: Ist-Normen schlagen Soll-Normen. Wir gehen nicht auf die Straße, weil wir wissen, dass wir das tun sollten. Sondern weil andere es tun.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Man kann versuchen, die Dynamik zu zünden - aber ohne Gewähr auf Erfolg. Analytischer greifbar ist immerhin der Fall, dass bestimmte Ausgangsbedingungen fehlen. Unterliegt die fehlende Bedingung unserem Einfluss, können wir sie herstellen. In diesem Sinne sollte die Klimabewegung dringend aus dem Erfolg - wie auch dem Misserfolg - des Jahres 2019 lernen.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fehlende Bedingungen: Die Klimabewegung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dafür schlage ich ein kleines
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/fast-die-ganze-klimakrise-in-6-kleinen-gedankenexperimenten"&gt;&#xD;
      
           Gedankenexperiment
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            vor: Was würde 2024 ausgelöst, wenn die Klimabewegung wieder sehr mächtig und sehr laut würde? Ich behaupte: Es würde ähnlich laufen wie 2019. Die Bundesregierung würde ein klein wenig nachgeben. Substanzielle Veränderungen in Punkto Tempo und Entschlossenheit gäbe es nicht. Doch es würde gar nicht soweit kommen. Denn derzeit fehlt es an einer wesentlichen Ausgangsbedingung. Jene von 2019 wurde im Herbst 2019 verbraucht: Der Glaube, dass Mehrwerden funktioniert.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Durch 2019 haben wir gelernt: Wir scheitern am politischen System. Genauer gesagt: Am parteipolitischen System. Als wir im September 2019 mit 1,4 Millionen Menschen auf den deutschen Straßen standen als Teil einer weltweiten, mächtigen For-Future-Bewegung verkündigte Angela Merkel das "Klimapäckchen". Mit lächerlichen 10 Euro CO2-Preis pro Tonne. Als wollte sie die Bewegung verspotten. Dabei gehorchte ihr Klimakabinett nur den - von uns unangetasteten - Regeln der Politik.
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Das parteipolitische System ist "die Nuss die geknackt werden muss"  sagt der Protestforscher Simon Teune. Parteien zerstreiten sich fortwährend über Fragen, die sie einen müssten, während die Klimakrise vor aller Augen eskaliert. Ein völlig absurdes Schauspiel - in dem wir leider mitten drinn stecken. Doch die Parteien werden ständig gepusht von der nächsten Umfrage und der nächsten Wahl. Solange das so ist, bleibt alles so, wie es ist.
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Die Lösung kann nur überparteilich sein. Doch vorsicht: Damit haben wir die Gleichung noch nicht gelöst! Die Unbekannte, das gesuchte x, ist (noch) nicht die pure Einsicht in die notwendige Überparteilichkeit. Wir müssen außerdem genauer wissen, wie konkret wir sie ins politische System hineinbekommen!
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Mit einem Bürger:innen-Rat geht das zum Beispiel nicht. Denn dessen Ergebnisse müssen auch wieder ins politische System gebracht werden. Und genau das ist die Frage: Wie bekommen wir Überparteilichkeit ins parteipolitische System?
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Ein Insider berichtete mir vor Kurzem aus seinem letzten Gespräch mit einem MdB. Überparteilichkeit finde derzeit auf dem Flur statt, sagte dieser.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nichts gegen den Flurfunk und gegen Gespräche in der Kaffee-Küche. Aber geht es nicht auch etwas systematischer?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sollten wir nicht ein taugliches Format für die Überparteilichkeit finden, wenn es um die Sicherung unserer Lebensgrundlagen, um Hamburg, Venedig und New York, um Millionen Hitzetote und Milliarden-Schäden geht?
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Wir brauchen ein politisches Format, einen Zukunftscontainer - zum Beispiel ein Klimakabinett?! - eine Ministerpräsident:innenkonferenz - oder ?? Und wir brauchen erste Inhalte für diesen zunächst leeren Container. Inhalte, die konkret sind und die überparteilich funktionieren könnten.
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unschätzbar wertvoller Gewinn
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was wir gewinnen könnten, wäre von schier unendlichem Wert. Wir hätten einen Mechanismus für die Zukunft generiert, mit der wir die Klimakrise und andere Überlebensfragen der Menschheit zumindest für die nächsten Jahrzehnte wuppen könnten. Denn in diesen Zukunftscontainer könnten wir nach und nach - d.h. immer wenn die Ausgangsbedingungen dafür taugen - weitere Inhalte einfüllen. Bis wir am Ende alle Überlebensfragen der Gesellschaft (Klimakrise, Biodiversitätskrise, weitere planetare Grenzen) genauso einig behandeln und schützen, wie heute schon die Demokratie.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Eine gute Voraussetzung für den anstehenden
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/warum-die-klimabewegung-zu-klein-denkt"&gt;&#xD;
      
           Epochenwechsel
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Damit schaffen wir eine derzeit noch fehlende Ausgangsbedingung. Wir klären, wie das parteipolitische System geknackt werden kann. Vielleicht fehlt noch eine Zutat. Und das Momentum. Aber eines ist sicher: Ohne das parteipolitische Spiel zu verändern, kommen wir nie zum Ziel. Egal wie mächtig wir (wieder) werden. Egal, wie günstig die Winde stehen.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Daran arbeiten wir konkret. Wer mitmachen möchte, melde sich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Schnell. Denn die Zeit drängt. Die Klimakrise eskaliert. Der politische Backlash gegen zarte Pflänzchen der Klimapolitik läuft. Und die Initiative wird in Kürze konkret.
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 31 Jan 2024 07:29:07 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.wortblockade.de/wie-entsteht-eine-dynamische-bewegung</guid>
      <g-custom:tags type="string">Gesellschaftsdesign,Epochenwechsel,Klimabewegung,Strategie Klimagerechtigkeitsbewegung,Klimakrise,Klimapolitik,Aktionsformen</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/hurricane-63121_1280.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/hurricane-63121_1280.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Fast die ganze Klimakrise in 6 kleinen Gedankenexperimenten</title>
      <link>https://www.wortblockade.de/fast-die-ganze-klimakrise-in-6-kleinen-gedankenexperimenten</link>
      <description>Einigen Astrophysikern zufolge könnten schon andere intelligente Spezies am Klimawandel gescheitert sein. Und was wäre, wenn, ein paar Dinge im Land genau so liefen, wie von der Klimabewegung gewünscht?  Sechs kleine Gedankenexperimente können dabei helfen, dass wir unsere Energien an der richtigen Stelle investieren.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
              
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        
            Einigen Astrophysikern zufolge könnten schon andere intelligente Spezies am Klimawandel gescheitert sein. Und was wäre, wenn, ein paar Dinge im Land genau so liefen, wie von der Klimabewegung gewünscht?  Sechs kleine Gedankenexperimente können dabei helfen, dass wir unsere Energien an der richtigen Stelle investieren.
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir Menschen teilen unser Schicksal mit anderen intelligenten Spezies
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wir Menschen sind, soweit wir wissen, im Universum einmalig. Und wir existieren seit Menschengedenken.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber mal angenommen, es gäbe im Universum durchaus zahlreiche ebenso intelligente Spezies wie wir. Sie konnten nur die Zivilisation nicht erhalten
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn dies so wäre, befänden wir uns gerade mitten im Untergang – der dann aber ziemlich normal wäre. Das Phänomen wäre unter intelligenten Wesen im Universum durchaus verbreitet, so bitter und leidensreich es für uns - oder die betroffenen unter uns - ist. Klassischerweise wüchse eine Zivilisation heran. Sie entwickelte fortgeschrittene Technik. Sie triebe sie mit billiger Fossilenergie an. Und sie scheiterte an der Klimakrise, bevor sie ihre Existenz großartig im All herumposaunen kann (es gibt übrigens circa 10 hoch 20 erdähnliche Planeten - und Astrophysiker, die daher genau von diesem Szenario ausgehen 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.klimareporter.de/gesellschaft/der-klimawandel-und-die-ausserirdischen" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           mehr dazu hier, sehr lesenswert
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wir sollten handeln - statt uns auf unsere Einzigartigkeit zu verlassen!
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Grünes Wachstum wächst schneckenlahm
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Grünes Wachstum verspricht Trost und Hoffnung. Der Rahmen, über den wir reden: Das langjährige Wachstum der weltweiten Wirtschaft von 2,8 Prozent fortgeschrieben, würde bedeuten: Im Jahr 2100 würden wir 16 mal so viele Güter produzieren, kaufen, konsumieren wie im Jahr 2000.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mal angenommen, die Entwicklung des grünen Wachstums hält da nicht mit. Was dann?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dann wäre das "grüne Wachstum" kaum mehr als ein Mittel der Selbstberuhigung. Und eines, auf das wir uns keinesfalls verlassen sollten - es ist eher ein Gedankenexperiment, dass es funktioniert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wir sollten nicht auf "grünes Wachstum" setzen, statt zu handeln
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kommen wir jetzt zu den eher positiven Szenarien:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es gibt einen Politiker, der die Klimakrise zutiefst fühlt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wer mit Bundespolitiker:innen spricht, kennt das Phänomen. Man teilt ihnen seine Sorgen mit und es fühlt sich an, als rede man mit einem Stein. Bzw. einer Teflon-Pfanne. Bzw. einer Ausreden-Phrasendresch-Maschine. Das höchste Glück der Klimaengagierten wäre, dass die MdB die Fakten so bewerten und so fühlen wie wir.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Angenommen, das wäre so: Es gäbe einen (oder mehrere) Politiker:innen im deutschen Bundestag, denen es tatsächlich so geht, wie uns Klimaaktivisti.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sie erlebten einen Moment, ab dem alles anders war. Sie erkannten die Dringlichkeit der Klimakrise. Sie sehen seither das sofortige, umfängliche Gegensteuern als absolut vordringlich an. Was würde nach diesem Aha-Moment passieren?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie würden zu den Kolleg:innen gehen und sie ohne Umschweife ansprechen. Sie würden bei der Fraktionsführung und der Parteispitze anklopfen und auf Maßnahmen drängen. Sie würden nicht ruhen können, ohne dass etwas passiert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und dann würde ihr Umfeld sie genauso auflaufen lassen, wie es die Klimabewegung auflaufen lässt. Unsere MdB würden zunächst nicht klein beigeben. Doch irgendwann würde es zu viel für sie – zumal ihre Fortschritte mikroskopisch gering wären im Vergleich zur überwältigenden Größe des Notwendigen. Sie würden frustriert hinschmeißen. Sie würden das politische Feld verlassen, um zumindest endlich frei sagen zu können, was sie denken. Um wenigstens nicht ständig mit dem unerträglichen Stillstand der Profipolitik konfrontiert zu sein. Würde also der sehnlichste Wunsch derer in Erfüllung gehen, die sich einen durchschlagenden Erfolg von Politik-Gesprächen wünschen - es würde sich nichts ändern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Selbst überzeugte, klimaengagierte MdBs ändern das System nicht
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch an einem anderen Szenario arbeiten noch viel mehr in der Klimabewegung:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Klimabewegung wächst rasant
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Viele in der Klimabewegung wünschen sich sehnlichst, dass wir mehr werden. Wenn erstmal 10.000 Menschen Straßen blockieren … denkt die Letzte Generation. Wenn die Dynamik der Global Strikes wieder aufleben würde, hoffen FFF. Dazu: Hunderte haben eigene Ideen. Diese sind teilweise ausgezeichnet. Es mangelt ihnen nur an einem Punkt: Zu wenige machen mit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mal angenommen, der Wunsch würde Wirklichkeit und die Klimabewegung würde zu alter Stärke zurückfinden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und dann? 2019 waren 1,4 Millionen auf den Straßen in Deutschland. Und heraus kam ein Klimapäckchen. Das parteipolitische und machttaktische System hat damals die 1,4 Millionen locker abgefedert ohne sich groß zu ändern. Ein wenig Zurückweichen hat gereicht. Hätte es einen Unterschied gemacht, wenn es 2 Millionen gewesen wären?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Protestforscher Simon Teune vermutet, dass
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://taz.de/Bewegungsforscher-ueber-Letzte-Generation/!5935523/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Mehrwerden nichts bringt
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            . Die Nuss, die geknackt werden müsse, sei das politische System, sagt er. Das
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           partei
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            politische System, würde ich sagen. Damit will ich nicht den engagierten Protest kleinreden. Das Problem ist nur:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Selbst eine mächtige Klimabewegung ist
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             keine
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            hinreichende
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Bedingung für eine starke Klimapolitik, solange das parteipolitische System ist, wie es ist.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die AfD wird aus Furcht vor der Klimakrise gewählt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die gängige Lesart ist: Der Zuwachs an AfD-Wählenden bedeutet einen Rechtsruck und diese Menschen sind für Fakten kaum noch zu erreichen. Richtig ist: Die noAfD sind Faktenfeinde. Wir werden uns nie mit ihnen einig sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mal angenommen, die meisten derer, die nach rechts gerutscht sind, erkennen die Klimakrise durchaus an und fürchten sich davor.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Aber wenn sie die Gefahren der Klimakrise kennen, wie können sie dann mit den rechten Faktenfeinden kuscheln gehen? Weil sie dort eine Lösung für ihre Furcht bekommen. Eine irrationale zwar. Aber dieser irrationale Beigeschmack lässt sich offenbar verdrängen. "Das Problem abschaffen" ist auch eine Form der Lösung.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zum Leugnen gehören zwei Schritte. Erstens: Ich erkenne ein Problem. Zweitens: Ich leugne es. Wenn ich beim Leugnen so verzweifelt bin, dass ich sogar zur noAfD renne, muss das Problem gigantisch groß sein - und das ist es.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Menschen sind ja nicht völlig verblödet. Sie sind nur verzweifelt und desorientiert. Kein Wunder, sieht man nur mal auf Christian Lindner von der „bekennenden Egoistenpartei“ (Bernd Ulrich). Oder auf Friedrich Merz und Carsten Linnemann mit ihren populistischen Sprüchen. Oder auch auf Olaf Scholz, der im Einklang mit der Mehrheit der SPD stets erzählt, Krisenpolitik ginge im Wohlfühlmodus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dies würde zusammengenommen bedeuten:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Rechtsruck dürfte weniger erschreckend sein, als folgerichtig am Anfang eines Epochenwechsels der Menschheit - und in Anbetracht der momentanen Verfasstheit und  Orientierungslosigkeit der demokratischen Parteien im Kontext der Megakrisen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die demokratischen Parteien streiten sich nicht mehr über die Klimakrise
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Momentan geht jegliche Klimapolitik nur mit maximalem Streit über die Bühne.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mal angenommen, die demokratischen Parteien nähmen Überlebensfragen aus dem politischen Streit heraus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Was würde passieren?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Parteien könnten sich weiter parteipolitisch auseinandersetzen und ihren Wettbewerb um die Gunst der Wähler:innen, um die Macht und um ihre Themen fortsetzen. Aber wesentliche Kernpunkte der Klimapolitik würden sie genauso selbstverständlich verteidigen, wie heute schon die Demokratie oder die Europäische Union.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Menschen in Deutschland hätten endlich politische Vertreterinnen und Vertreter, die den Kopf-Spagat, der ihnen derzeit überall zugemutet wird, beenden. Die Krisen, von denen sie wissen und die sie ständig sehen, würden endlich als Krisen behandelt. In dieser Lage wären viele sofort dazu bereit, ihren Anteil zu leisten. Es würde eine Dynamik entstehen. Weniger die Klimabewegung als Akteur im politischen Kampf würde gestärkt, als
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           eine dynamische Entwicklung der gesamten Gesellschaft
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ausgelöst. Zahllose kleine und größere Einzelentscheidungen würden sich ändern, weil sie endlich einen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sinn ergäben
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . Und manche guten Ideen, die momentan schlecht ins Laufen kommen, würden ebenfalls profitieren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Faktenfeinde blieben unsere Feinde. Die Fossilkonzerne und -manager wären zu bekämpfen. Aber dank der ausgelösten Dynamik hätten wir eine Chance, den anstehenden Epochenwechsel endlich produktiv anzugehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die partielle Überparteilichkeit ist der Nussknacker der parteipolitischen Blockade. Und die parteipolitische Blockade ist genau die Nuss, die geknackt werden muss.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 01 Nov 2023 17:32:17 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.wortblockade.de/fast-die-ganze-klimakrise-in-6-kleinen-gedankenexperimenten</guid>
      <g-custom:tags type="string">Letzte Generation,SPD,Epochenwechsel,Klimagefühle,Klimabewegung,Strategie Klimagerechtigkeitsbewegung,Klimakrise,Klimapolitik,Aktionsformen,Klimapsychologie</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/Emu-Erde.PNG">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/Emu-Erde.PNG">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Gute Laune in der Klimakrise</title>
      <link>https://www.wortblockade.de/gute-laune-in-der-klimakrise</link>
      <description>Bei einem Treffen zur Strategie der Klimabewegung lassen alle den Kopf hängen – während ich zunehmend gute Laune bekomme. Warum? Welchen Ausweg sehe ich – vermeintlich? Habe ich schlicht nur die richtigen (Glücks-) Drogen genommen? Ich glaube nicht. Zumindest bin ich stocknüchtern.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
           Bei einem Treffen zur Strategie der Klimabewegung lassen alle den Kopf hängen – während ich zunehmend gute Laune bekomme. Warum? Welchen Ausweg sehe ich – vermeintlich? Habe ich schlicht nur die richtigen (Glücks-) Drogen genommen? Ich glaube nicht. Zumindest bin ich stocknüchtern.
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Starke Argumente für Pessimismus
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Gleich zu Beginn möchte ich einräumen: Die Argumente für Pessimismus wiegen schwer. Damit meine ich nicht die Beobachtung der aktuellen politischen Entwicklungen. Sondern grundsätzliche menschliche Eigenschaften: Raucher, die mit frisch amputiertem Raucherbein im Rollstuhl vor der Klinik sitzen und ihre Zigarette paffen. Coronakranke auf der Intensivstation, nicht an Corona glaubend. Bewohner:innen der amerikanischen Insel
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/tangier-island-in-virginia-steigender-meeresspiegel-bedroht-us-insel-a-22636ac8-ce76-469c-854c-5579d9d50eb8" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Tangier Island
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , deren Lebensraum durch den ansteigenden Meeresspiegel verschwindet und die den Klimaleugner Trump wählten. Er versprach, ihnen eine Mauer auf ihre Insel zu bauen, um der „Erosion“ zu begegnen. Putin, der meint, mitten in der Multikrise sei es die beste Idee, sein Nachbarland zu überfallen. Die Hamas, die Gräueltaten an ihren Nachbarn verübt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Trotz dieser schrecklichen und deprimierenden Ereignisse: Die Mehrheit der Menschen ist das nicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Mehrheit ist weise genug
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Mehrheit der Menschen meidet es, Nachbarn die Köpfe einzuschlagen. Sie schadet sich nicht lieber selbst, als simple Tatsachen zur Kenntnis zu nehmen. Wir entwickeln uns als Menschen weiter, indem wir auf die Realität reagieren. Und sogar Länder und Völker kommen – auf Jahrzehnte betrachtet - dahin, weniger brutal miteinander umzugehen (wenn auch mit temporären Rückschritten).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es sieht nicht gut aus in der Welt. Aber das könnte sich ändern. Wir wissen momentan nicht, ob es in Zukunft besser wird oder schlechter. Wir sollten uns daher nicht vom momentanen Gesamtbild verwirren lassen und meinen, die Zukunft vorhersehen zu können. So schlecht die Anzeichen auch sind: Die physikalische Welt der nächsten Jahrzehnte ist vorgezeichnet, das menschliche Verhalten ist es nicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Menschen haben keine Untergangsgene
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Beim Versuch, unser fast schon suizidal zu nennendes Klimahandeln zu erklären, wird häufig angeführt, wir Menschen seien so. Wir hätten es schwer, die Folgen unseres Klimahandelns zu erkennen. Wir seien auf sichtbare Gefahren programmiert, CO2 aber ist nicht sichtbar. Wir seien auf unmittelbares Lernen programmiert, die Folgen unseres Klimahandelns zeigen sich aber erst Jahre später.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Doch das ist kein wirklich stichhaltiges Argument, weil es uns jegliche Entwicklung abspricht. Klar, wir müssen ein wenig nachdenken und auf wissenschaftliche Erkenntnisse hören. Das ist nicht ganz einfach. Aber
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           die Menschen in der Klimabewegung beweisen, dass das geht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Es ist uns nicht angeboren, an der Klimakrise zu scheitern.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Problem aber ist die Trägheit (Thomas Metzinger: Bewusstseinskultur). Die Trägheit lauert in der Physik der Klimakrise, d.h. einer stark verzögerten Reaktion der Systeme. Das, was uns jetzt gerade um die Ohren fliegt, die Hitzewellen, die Dürren und die Überflutungen, haben wir nicht gerade erst verursacht, sondern die letzten 250 Jahre. Das ist die Trägheit der Physik. Dazu kommt: Die Trägheit von Menschen. Und Trägheit von Gesellschaften.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch damit ist unser Schicksal nicht besiegelt. Erkenntnisse werden plötzlich gewonnen, Verhalten kann unerwartet umschlagen. Entwicklung passiert nicht kontinuierlich, sondern in qualitativen Sprüngen. Wir wissen nicht, ob uns das Nötige nicht vielleicht gelingt. Niemand kann die Zukunft vorhersehen. Jede Wahrscheinlichkeit spricht gegen allzuviel Zuversicht. Aber ich weigere mich, den Kollaps-Propheten zuzubilligen, die Zukunft vorhersagen zu können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Pflänzchen der Hoffnung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Viele in der Klimabewegung messen den Grad ihrer Hoffnung daran, ob die Bewegung gerade durchdringt oder nicht. Mit Blick darauf, müsste man derzeit pessimistisch sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Viele setzen dennoch viel auf einzelne grüne Pflänzchen, die in ihrer unmittelbaren, individuellen Umgebung gedeihen. Solche erfreulichen Erlebnisse und Beobachtungen nähren uns und dürfen das auch. Dies aufs Ganze zu übertragen, wäre aber Augenwischerei. Dafür taugen die erfreulichen, kleinen Pflänzchen leider meistens nicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2019
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Deutlich weiter trägt die Analyse des Erfolgs 2019. Welch‘ fantastische Dynamik, die zu 1,4 Millionen Demonstrierenden auf deutschen Straßen geführt hat!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Was steckte dahinter? Dies war ein Erfolg der Klimabewegung - insofern wir etwas ausgelöst haben.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Was aber leicht verwechselt wird: Da war nicht die Klimabewegung auf den Straßen! Es war eine Bewegung der Gesellschaft!
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir müssen die Kräfteverhältnisse beachten. Nicht wir als Klimabewegung haben die Gesellschaft bewegt, sondern die Gesellschaft hat sich selbst bewegt. Wir haben sie nur an der richtigen Stelle gekitzelt, damit sie aktiv wurde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Dynamik entstand aus der freien Entscheidung der Menschen mitzumachen. Die neuen Mitstreiterinnen und Mitstreiter hatten ihre eigenen Rückschlüsse gezogen. Menschen sind dazu in der Lage. Die Mehrheit der Menschen weiß, worum es geht, das zeigen regelmäßig Umfragen. Sie reichen sogar bis zur AfD-Wähler:innenschaft.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wieso ging es nicht weiter? Wieso brach die Dynamik zusammen? Weil die Idee von FFF (und uns allen), dass wir mehr werden und sich die Politik dadurch (auch radikal) ändern würde, nicht stimmte. In der Rechnung wurde die Macht und Trägheit des parteipolitischen (Macht-) Systems zu wenig berücksichtigt. Dieses reagierte auf seine Art. Es wich dem Druck ein wenig aus und rückte ein wenig von der eigenen Position ab. Aber nur wenig. Die grundsätzlichen Verhältnisse wurden so verteidigt. Die einzelnen Menschen der Regierungen bewegen sich dank der Klimabewegung zwar insgesamt in der richtigen Richtung und auch – trotz allem – die Regierungen als solche– aber viel zu langsam.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wir brauchen die Dynamik von 2019. Nur eben, zusätzlich, einen faktischen Ausweg, der die Funktionsweise des parteipolitischen Systems in Rechnung stellt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Also: Keine Theorie, die aufs pure „Mehrwerden“ setzt. Die Nuss, die geknackt werden muss, ist das politische System, sagt Protestforscher Simon Teune völlig zu Recht. Ein Werkzeug dafür fehlte 2019. Wir brauchen ein solches Werkzeug dringender als alles andere.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Irrweg Machtkampf
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Viele glauben, wir müssten die Macht der Mächtigen brechen. Friedlich, aber mit großer Kraft. Selbst, wenn uns das gelänge: Es würde zu lange dauern und es wäre überdies ungewiss, ob dies zum Ziel führen würde. Denn, wenn wir die Menschen an der Macht durch andere Menschen an der Macht ersetzen, ist noch nichts gewonnen. Sie müssten auch dauerhaft eine andere Politik machen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir können dies auch an einem Gedankenexperiment veranschaulichen. Angenommen, ein Politiker:in (oder auch ein paar mehr) versteht die Klimaphysik und die Dringlichkeit des sofortigen Handelns vollständig. Er fühlte die Notlage zutiefst. Er wäre besten Willens, sofort und umfassend zu handeln. Was würde passieren? Er würde an der inhärenten Logik des parteipolitisch-demokratisch organisierten Systems scheitern. Die etablierten Abläufe des Alltags, der Medienlogik, der Parteienhierarchie, der Umfragen und Wahlen würden ihn blockieren. Wahrscheinlich würde er zerbrechen und kaum etwas verändern, sondern sich aus der Politik zurückziehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was wir stattdessen brauchen, ist ein Werkzeug, das diese parteipolitische Logik knackt. Welches Werkzeug kann das sein? Wie kann es angewandt werden? Wer kann es anwenden?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie weiter mit der Klimabewegung?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Plan B für die Klimabewegung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir müssen die Nöte derer ernst nehmen, die sich um ihre eigene Macht sorgen. Ihnen die Macht abzunehmen klingt einfach, wird aber schon seit Jahrzehnten versucht. Es spricht nichts dagegen, weiter daran zu arbeiten – aber wir brauchen allmählich einen Plan B.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der wäre: Sie behalten die Macht, aber tun das Richtige. Dazu braucht es ein Werkzeug, das sie nutzen können, um aus ihrem parteipolitisch, machtpolitisch und wahltaktisch geprägten Korsett ausbrechen zu können. Ein Werkzeug, das es ihnen erlaubt, das Richtige zu tun und zu gleicher Zeit an der Macht zu bleiben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das sind harte Sätze für viele in der Klimabewegung. Aber wir müssen uns damit auseinandersetzen. Wir müssen uns fragen:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wollen wir Recht behalten – oder wollen wir, dass das Richtige passiert?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir haben keine Zeit mehr und sollten den Mut aufbringen, uns nicht an vergangenen Verbrechen festzuklammern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Die Nuss, die geknackt werden muss“, sie muss ins Zentrum rücken. Weiter demonstrieren und klimakleben muss auf den Prüfstand – und entscheidend ergänzt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Verwirrung im politischen System
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die planetare Perspektive (
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.klimareporter.de/erdsystem/unser-planet-ist-ein-lebendiger-planet" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           vgl. Erdsystemforschung
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ) lautet: Der einzig logische Ausweg aus unserem Menschheitsdilemma ist, dass wir uns dazu entscheiden, uns selbst zu retten. Die Verdrängungsgesellschaft, die sich damit begnügt, Ausreden zu finden, muss die Realität zur Kenntnis nehmen. Wir werden nicht alle dahin bekommen - aber eine Mehrheit genügt für unsere Zwecke.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Momentan gibt es diese Mehrheit nicht, denn viele sind verwirrt. Sie finden zunehmend die noAfD attraktiv, weil sie dort eine Orientierung bekommen. Sie laufen nicht nach rechts, weil sie die Tatsachen ignorieren – sondern weil die noAfD verspricht, die Probleme abzuschaffen und damit Sicherheit und Orientierung in Aussicht stellt. Ferner agiert die demokratische Seite nicht überzeugend. Sie bietet weder Orientierung noch Sicherheit – im Gegenteil. Ein rechte Parolen schwingender Merz und irrlichternde Fossil-Lobbyisten im FDP-Gewand tragen erheblich zur Verwirrung bei.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie mit ihnen umgehen? Wir müssen sie mit Argumenten und Macht ihres Einflusses beschneiden – das ist klar. Aber daran arbeiten schon andere, die das besser können. Der Putsch in der Union sei bereits eine klare Sache, meinen die Analysten vom Podcast „Lage der Nation“. Denn Merz‘ Idee, mit rechten Parolen erfolgreich zu sein, sei mit den Landtagswahlen in Hessen und Bayern „empirisch gescheitert“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wir müssen auf jene in den Parteien zielen, die verständig sind – aber keinen Ausweg kennen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sie verstehen das empirische Problem Klimakrise. Aber sie kennen keinen Weg, wie sie diese Erkenntnisse in ein parteipolitisches Machtsystem übersetzen können.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Machtverlust ist auch für sie keine Option. Wir sollten dieses Problem ernst nehmen und anerkennen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Plan: Werkzeug statt Thema
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der einzig logische Ausweg, um die politische Blockade zu lösen, der gesuchte Nussknacker ist die partielle Überparteilichkeit. Es kann nicht sein, dass die Frage, ob wir auf diesem Planeten überleben wollen, zum Gegenstand des demokratisch-politischen Streits gemacht wird und wir daran scheitern. Die demokratischen Parteien müssen sich darauf einigen, den parteipolitischen Streit aus Überlebensfragen heraus zu nehmen. Sie müssen zusammenstehen gegen die Faktenfeinde der AfD und dazu über ihren eigenen Schatten springen. Sich bei den Faktenfeinden anzubiedern, heißt, unsere Zukunft zu verraten. Vernünftige Menschen, die die AfD wählen, kommen durch ihre eigene Vernunft zurück zu den demokratischen Parteien, wenn die angemessene Krisenpolitik dort einzieht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nur die partielle Überparteilichkeit garantiert, dass die Politik sich entscheidend bewegen und dennoch das demokratische, parteipolitische System erhalten werden kann.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nur die partielle Überparteilichkeit stellt den Politiker:innen zumindest in Aussicht, dass sie das Richtige tun dürfen und dennoch ihre Macht mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit behalten können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das ist völlig neu: Wir müssen für ein Werkzeug streiten, nicht für ein Thema.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Thema kennen bereits alle. Sie finden nur keinen Weg, es im Rahmen der aktuellen Partei- und Machtpolitik unterzubringen. Und haben noch gar nicht begonnen, dieses Werkzeug zu suchen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wie ich bereits in früheren Blogposts ausgeführt habe: Wir stehen am Beginn eines
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/warum-die-klimabewegung-zu-klein-denkt"&gt;&#xD;
      
           Epochenwechsels
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            , wie er noch nie da war in der Menschheitsgeschichte. Wer ihn positiv fördern will, kann daran arbeiten, unsere
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/wir-leben-im-verdraengungstheater"&gt;&#xD;
      
           Verdrängungsgesellschaft
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            neu zu
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/klimakrise-gesellschaftsdesigner-innen-gesucht"&gt;&#xD;
      
           designen
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            . Eine linksgrün-verortete Klimabewegung steckt noch zu sehr im alten System fest, auch wenn sie auf der richtigen Seite kämpft. Wir müssen den gesellschaftlichen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/gesellschaftstherapie-in-der-klimakrise-den-riesen-kitzeln"&gt;&#xD;
      
           Riesen kitzeln
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            und dürfen unsere Macht nicht überschätzen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dabei gilt: Argumentieren zieht weniger, als tun. Mit den 1,4 Millionen, die 2019 auf die Straße gingen, wurde nicht all zu viel argumentiert. Der größte Auslöser, sie in Bewegung zu bringen, war die Dynamik an sich – vor dem Hintergrund hinlänglich bekannter Tatsachen. Die Menschen wurden nicht überzeugt, sondern machten mit, weil sie bereits genug wussten und die Dynamik erfolgversprechend schien. Auch damals gab es lautes Geschrei von CDU- und FDP-Seite und sie haben sich dadurch nicht irritieren lassen. Sie haben selbst ihre Schlüsse gezogen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir haben eine Chance. Wir sollten uns allerdings langsam auf den richtigen Kurs bewegen. Weg von Linksgrün, weg von der Idee, selbst die Macht ergreifen zu können. Wir sollten beginnen, die Riesen – die Verdrängungsgesellschaft, das fossile Machtsystem – an der richtigen Stelle zu kitzeln um am Gesellschaftsdesign zu arbeiten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gute Laune: Lasst uns Riesen kitzeln
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es gibt so viele fantastische Menschen, die sich so sehr engagieren. Die Tatsache, dass sie heute noch nicht so richtig an einem Strang ziehen, spricht nicht dagegen, hoffnungsvoll zu sein. Wir sind kurz davor, unsere Schritte in der richtigen Richtung zu lenken und entschlossen loszustapfen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Unser Treffen endete nicht damit, dass ich das alles erzählte und damit Optimismus auslöste. Es schloss damit, dass einige, die schon Großes bewegt haben, festgestellten: Wir sind pessimistisch, frustriert und uns fehlt gerade eine zündende Idee. Aber:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So kann es nicht bleiben!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sie wollen eine größere strategiepolitische Zusammenkunft der Klimabewegung organisieren.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            So etwas macht mir gute Laune! Menschen, die etwas bewegen wollen, die den Tatsachen und den Abgründen in ihrem Herzen unerschrocken ins Gesicht blicken und trotz aller schlechten Zeichen weiterhandeln. Wow! Es sind genug, die einer guten Idee folgen werden, wenn ein paar Leute sie klar genug entwickelt haben. Deshalb können wenige Großes auslösen. Garantiert? Nein. Aber die partielle Überparteilichkeit ist zwingend und möglich. Zu wissen, dass es diese fantastischen Mitstreiterinnen und Mitstreiter gibt, stimmt mich froh. Und den notwendigen nächsten Schritt zu kennen, macht mich zuversichtlich. Lasst uns gemeinsam
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/klimakrise-gesellschaftsdesigner-innen-gesucht"&gt;&#xD;
      
           Riesen kitzeln
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           !
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 25 Oct 2023 19:43:01 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.wortblockade.de/gute-laune-in-der-klimakrise</guid>
      <g-custom:tags type="string">Gesellschaftsdesign,Gesellschaftsdesigner,Gesellschaftsdesignerinnen,Epochenwechsel,Unsere Generation Unser Job,Klimabewegung,Gesellschaftstherapie,Strategie Klimagerechtigkeitsbewegung,Klimakrise,Klimapolitik,Aktionsformen,Wortblockade</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/smilies-1731855_1280.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/smilies-1731855_1280.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Die Gesellschaft driftet nach rechts – was heißt das für die Klimabewegung?</title>
      <link>https://www.wortblockade.de/die-gesellschaft-driftet-nach-rechts-was-heisst-das-fuer-die-klimabewegung</link>
      <description>Die AfD erzielt enorme Wahlerfolge in zwei westlichen Bundesländern. Die FDP erleidet Wahlschlappen und will noch mehr ihrer Politik in der Ampel sehen. Die Mitte-Studie zeigte jüngst, wie weitverbreitet rechtes Gedankengut in Deutschland ist. Alles schrecklich für die Klimabewegung. Aber alles ist folgerichtig. Nachdem die Feinde der Menschheit sich sammeln, müssen wir es auch tun – und dafür einen neuen, konservativen Sound finden.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
           Die AfD erzielt enorme Wahlerfolge in zwei westlichen Bundesländern. Die FDP erleidet erneut  Wahlschlappen und will künftig noch mehr ihrer Politik in der Ampel sehen. Die Mitte-Studie zeigte jüngst, wie weitverbreitet rechtes Gedankengut in Deutschland ist. Alles schrecklich für die Klimabewegung. Aber alles ist folgerichtig. Nachdem die Feinde der Menschheit sich sammeln, müssen wir es auch tun – und dafür einen neuen, konservativen Sound finden.
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Politische Wahldeutung ignoriert wichtige Fakten
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kundige aus der Politikwissenschaft argumentieren meist so, als gäbe es nur Parteitaktik, Themensetzung und Wahlkämpfe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Ergebnis ist interessant und wertvoll. Aber es fehlen eben jene Fakten, die herausstellen: Wir befinden uns in einer dramatischen Menschheitskrise. Sie verlangt uns Ungeheuerliches ab.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Angesichts dieser dramatischen Situation sollten uns die erschreckenden Einstellungen vieler Menschen – und entsprechende Wahlergebnisse - nicht überraschen. Sie sind folgerichtig.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unser Weg in die Orientierungskrise
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das größere Bild hinter dem Wahlgeschehen hat die Klimabewegung eigentlich bereits im Blick. Wir überschreiten seit Jahrzehnten die Grenzen des Planeten - so er denn von Menschen bewohnt sein soll. Daher müssten wir radikal umsteuern. Gefordert ist „Klimagerechtigkeit“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Doch obgleich dieser Begriff den meisten in der Klimabewegung flüssig über die Lippen geht, scheint häufig unklar, was er
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           am Ende
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            bedeutet. Zunächst: Entweder es gibt rasend schnell weltweit grünes Wachstum. Oder wir müssen unser dominierendes, alles durchdringendes Wirtschaftssystem ersetzen. Beides wäre extrem herausfordernd. Klimagerechtigkeit bedeutet den Abschied vom Überkonsum, d.h. vom Lebensstil in den Industrieländern. Hunderte Millionen Menschen müssen in noch bewohnbare Gebiete umsiedeln. In einem Wort:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die notwendigen Veränderungen bedeuten einen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/warum-die-klimabewegung-zu-klein-denkt"&gt;&#xD;
      
           Epochenwechsel
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , wie ihn die Menschheit noch nie gesehen hat!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist nicht verwunderlich (sondern im Gegenteil sehr verständlich!), dass die wenigsten Menschen in den Industrieländern eine solche Perspektive attraktiv finden – Klimafakten hin oder her. Zur Klimapolitik sagen die meisten Menschen und Politiker:innen daher: Bloß nicht zu schnell!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und wenn Politiker:innen um Umfrage- und Wahlergebnisse kämpfen, stellen sie dabei auch immer wieder die Fakten des menschengemachten Klimawandels an sich in Frage. Das verunsichert Menschen und macht sie orientierungslos.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Rechtspopulismus kennt attraktive Antworten
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Rechtspopulismus bietet Orientierung, Entlastung und „Sicherheit“. Zudem schenkt die Megakrise den Faktenleugnern bis auf weiteres den Spitzenplatz ihres Lieblingsthemas: Migration. Die Geflüchteten sind schuld (an allem). „Puh, und ich dachte schon, ich selbst hätte einen Anteil an den Problemen…“, werden viele sich sagen und aufatmend ihr Kreuz bei der noAfD machen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Angesichts der Megakrise und des anstehenden Epochenwechsels ist das Erstarken des Rechtspopulismus also folgerichtig. Er war zu erwarten. Noch bitterer:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wahlerfolge der noAfD sind ein fast notwendiger Prozess
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            innerhalb dessen, was insgesamt geschieht. Nicht begrüßenswert, nicht schön, aber folgerichtig und – zumindest als Übergangsphänomen – kaum zu vermeiden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gesellschaft: Re-Design nötig
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zwei Dinge, die die Klimabewegung macht, bleiben wichtig. Erstens: Es braucht weiteren Druck. So funktioniert das politische System, der außerparlamentarische Druck bewegt die Parteien.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zweitens: Die Weiterentwicklung "der reinen Lehre". Was bedeutet Klimagerechtigkeit zu Ende gedacht? Was ist alles verkehrt, wie muss es am Ende aussehen?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dennoch, beim Ersten ist zu bedenken:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Durch Druck alleine verändert sich kein Mensch. Und keine Politik.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sie braucht immer auch einen Ausweg. Dieser fehlt aktuell – denn die übrigen Parteien können schlecht einfach den Grünen rechtgeben.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Beim Zweiten gilt:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das Streben nach dem Optimum schließt viele Menschen aus.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wer Fleisch ist, Auto fährt, in Urlaub fliegt und die CDU favorisiert, wird kaum über Nacht vegan leben, mit Rad und Bahn fahren, zu Hause urlauben und Klimaliste wählen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Was bisher völlig unterbelichtet, aber zwingend notwendig ist, soll nun skizziert werden. Um gedanklich dorthin zu kommen, fehlen noch zwei Schritte. Erstens:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir leben in einer Verdrängungsgesellschaft.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/wollen-oder-nicht-wollen-das-ist-hier-die-frage"&gt;&#xD;
      
           Sie will nicht.
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sie will sich nicht hinterfragen und sich nicht ändern. Sie findet es attraktiver, den anstehenden Epochenwechsel (alternativ die komplette Katastrophe) nicht zur Kenntnis zu nehmen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Linksgrün“ ist für sie nichts Gutes.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zweitens:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Allein die Gesellschaft als Ganzes kann einen Epochenwechsel einläuten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das war schon bei den 2019er Erfolgen so: Die Gesellschaft hat sich bewegt. Nicht: Die Klimabewegung hat die Gesellschaft bewegt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wir waren 2019 nur der
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/gesellschaftstherapie-in-der-klimakrise-den-riesen-kitzeln"&gt;&#xD;
      
           Zwerg, der den Riesen namens Verdrängungsgesellschaft an der richtigen Stelle gekitzelt hat.
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das hat gut funktioniert, obwohl unsere Veränderungstheorie dabei gar nicht gestimmt hat. Unsere Idee – und das Versprechen - war: Wir werden immer mehr und dann reagiert die Politik richtig, weil sie einfach muss. Doch die Beharrungskräfte haben nur ein wenig nachgegeben, wie heute klar zu sehen ist. Damit haben sie unsere Dynamik durchbrochen (dazu hatten wir noch Corona).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was wir jetzt brauchen: Die Konservativen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nun wird dieser Text unangenehm für alle, die sich linksgrün verstehen. Denn die Hauptaufgabe besteht ausgerechnet darin, weniger linksgrün zu sein. Zumindest nach außen sollten möglichst viele möglichst bürgerlich auftreten und in konservativen Frames sprechen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die bedrohlichen Fakten sind unser gemeinsamer Feind, nicht die Menschen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Verdrängungsgesellschaft braucht Irritation. Wir irritieren besonders dann, wenn wir
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            nicht
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           schon von Vornherein in die linksgrüne Ecke passen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           All jene, die die Fakten leugnen und egoistisch ihr Ding auf Kosten von anderen durchziehen wollen, finden sich jetzt zusammen. Was fehlt, ist der Gegenpol: Das vereinte Zusammenstehen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            aller, die grundsätzlich wohlmeinend und an Fakten orientiert sind
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (egal wie sie sich kleiden, wie sie sich ausdrücken, in welcher Partei sie sind und was sie bisher verbrochen haben).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das wird hart für uns! Wer sieht, wie uns die Konservativen die letzten Jahrzehnte ins Verderben geritten haben, wird heftigen inneren Widerstand spüren. Aber es ist nicht zu ändern, wir brauchen sie alle.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein emotionaler Trost kann uns sein, dass wir uns umso härter und klarer auf die Fakten beziehen dürfen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auch und gerade jenen gegenüber, die sie nicht hören wollen. Dazu gehört jedoch immer Konservativsprech und Liberalsprech pflegen und neue Allianzen bilden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://de.scientists4future.org/keine-parteigrenzen-fuer-klimapolitik/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Wir müssen die partielle Überparteilichkeit fürs Überleben erreichen.
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es gilt:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://innn.it/UNSEREGENERATIONUNSERJOB" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           #UnsereGenerationUnserJob
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Riesen kitzeln
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="/klimakrise-gesellschaftsdesigner-innen-gesucht"&gt;&#xD;
      
           Um die Verdrängungsgesellschaft möglichst rasch in Bewegung zu bringen, sollte sie zudem an den richtigen Stellen gekitzelt werden.
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sie ist der Riese, wir sind Zwerge. Wir werden nie mächtig genug sein, um die ganze Verdrängungsgesellschaft auf den richtigen Weg zu schupsen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das würde auch dann gelten, wenn sie komplett auf dem falschen Pfad wäre – und wir vollständig Recht hätten. Wer die Klimafakten anerkennt, sollte auch die realexistierende Trägheit von Menschen und Menschheit sowie des politischen und wirtschaftlichen Systems anerkennen. Dazu gehört, die Möglichkeit des Kollapses bzw. des Scheiterns der Menschheit zu akzeptieren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Doch selbst wenn wir Scheitern, können wir dies in Würde und Selbstachtung tun
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (Thomas Metzinger: Bewusstseinskultur)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Gehen wir die ersten Schritte auf jene zu, die bisher so sehr falsch lagen; die wir aber unbedingt brauchen für den anstehenden Epochenwechsel. Das – und die Klimagerechtigkeit – sollte unser Kompass sein, in aller Unsicherheit, wie der konkrete Weg sich noch ausgestalten wird.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der anstehende Kampf richtet sich auf das Herstellen der Einheit aller, die die Fakten akzeptieren. Dazu gehört die unangenehme Wahrheit: Wir müssen zugleich gegen unsere inneren Widerstände kämpfen. Wir müssen jene einbeziehen, die wir stets auf der anderen Seite verortet hatten. Dann können sich auch all jene wieder anschließen, die derzeit irritiert nach rechts driften.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 09 Oct 2023 14:21:47 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.wortblockade.de/die-gesellschaft-driftet-nach-rechts-was-heisst-das-fuer-die-klimabewegung</guid>
      <g-custom:tags type="string">Gesellschaftsdesign,Verdrängungsgesellschaft,FDP,Epochenwechsel,Unsere Generation Unser Job,Verdrängungstheater,Klimabewegung,Strategie Klimagerechtigkeitsbewegung,Klimakrise,Klimapolitik</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/signpost-4609855_1280.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/signpost-4609855_1280.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Wollen oder Nicht-Wollen – das ist hier die Frage</title>
      <link>https://www.wortblockade.de/wollen-oder-nicht-wollen-das-ist-hier-die-frage</link>
      <description>Jetzt, da die Ökokrisen unser etabliertes Leben bedrohen, lässt sich die berühmte existentielle Frage Hamlets updaten: Wollen wir das Weiterso um jeden Preis? Stehen wir dazu, was dies bedeuten würde? Oder sind wir nur stimmfest, wenn wir uns darüber beschweren, dass die Klimaspinner uns die Freiheit rauben wollen?</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
           Jetzt, da die Ökokrisen unser etabliertes Leben bedrohen, lässt sich die berühmte existentielle Frage Hamlets updaten: Wollen wir das Weiterso um jeden Preis? Stehen wir dazu, was dies bedeuten würde? Oder sind wir nur stimmfest, wenn wir uns darüber beschweren, dass die Klimaspinner uns die Freiheit rauben wollen?
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Weiterso – mit allen Konsequenzen?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir wissen genau, was wir wollen und was nicht. Trotz Klimakrise will die Mehrheit erkennbar vieles nicht: Ihre Jobs, ihre Mobilität, ihren Urlaub, ihre Ernährungsgewohnheiten und ihre gewohnte politische Führung klimamoderater Parteien in Frage stellen. Nicht umdenken, nicht umfühlen. Und keinesfalls: Fehler einräumen! Nein, diese Aufzählung des Schreckens; diese nackten Zumutungen kann eigentlich keine und keiner wollen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Um unseren erregten Widerstand hervorzurufen, genügt wesentlich weniger, als aufs Ganze zu gehen. Die Andeutung reicht schon. Sobald es nur ein bisschen so wirkt, als könnte es nun ernster werden mit dem Klimaschutz, reagieren wir, als ginge es um unser letztes Hemd. Welch ein Riesen-Aufschrei gab es, als beispielsweise die Grünen im Bundestagswahlkampf 2021 die CO2-Steuer um einen einzigen Cent erhöhen wollten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unser Wille ist stets laut, deutlich und selbstbewusst. Immer?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nein. Sobald es darum geht, die Konsequenzen unseres Handelns aufrecht zu tragen, wird es leise. Damit will niemand etwas zu tun haben. Eigentlich müssten wir dabei bleiben: Fleisch essen, in Urlaub fliegen, fossil PKW fahren, das hat seinen Preis.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wir müssten einräumen: „Ja, wir sind bereit, unseren Lebensstil zu verteidigen,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            notfalls wollen wir Überflutungen, Hitzewellen, Waldsterben und Wasserknappheit. Unser Komfort und eine Politik im milden Rausch sind uns wichtiger, als spätere Einschränkungen für unsere Kinder oder für Menschen im globalen Süden es je sein könnten! Wir wollen das Weiterso, etwaige Katastrophen nehmen wir in Kauf!“
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch das würden wir nie sagen!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir lehnen es ab, mit den Fakten der Klimakrise konfrontiert zu werden, wenn sie unser persönliches Verhalten berühren. Wir widersagen, irgendjemandem Rechenschaft schuldig zu sein. Wir weisen es als unverschämt zurück, von anderen als zynisch oder unmoralisch angesehen zu werden. Aber wir wollen unseren Überkonsum fortsetzen. Ja was denn nun?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Um unser Verhalten einerseits und wissenschaftliche Warnungen und reale Katastrophen andererseits irgendwie zusammen zu bringen, vollführen wir geschmeidige Verbiegungen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir streiten, gerne emotional. Und solange, bis wir uns davon überzeugt haben, dass es wirklich darum geht, worüber wir uns streiten. Die Zumutungen des „Heizungshammers“, die Zukunft der deutschen Diesel-Hochkultur und das Recht, Curry-Wurst zu essen - whatever.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Warum Menschen klimakleben wollen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei dem, was wir wollen, sortieren wir fein säuberlich: Die eine Seite unseres Verhaltens, die freie Entscheidung, stellen wir ins Licht. Die andere Seite, die Folgen für andere Menschen und unsere Lebenswelt, rücken wir in den Schatten. Darauf hingewiesen werden? Ein Affront!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei Streiterinnen und Streitern fürs Klima sehen wir zwei Erklärungen für ihre abweichenden Argumente und ihr befremdliches Verhalten: unvernünftiger, irgendwie irrer Wille – oder Niedertracht. Oft kommt beides zusammen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die grünen Klimafans pflegen eine krude Vorliebe für Soja und andere "Fleischersatzprodukte" – wie das schon klingt! Während sie die normalen Würstchen und lecker duftenden Steaks verabscheuen. Immerzu spielen sie in den Fragen des täglichen Lebens die Moralapostel. Warum? Vermutlich einfach aus Lust daran, sich so aufzuführen! Vielleicht aus Neid. Oder aus Missgunst. Wer weiß das schon genau. „Linksgrün versifft“ fasst es ganz gut zusammen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Klimawissenschaftler:innen geht es keineswegs um die Sache, von der sie behaupten, dass es ihnen darum ginge. Wer weiß es nicht: Ihre Warnungen, ihre Erkenntnisse übers Klima und ihre angebliche Sorge um die Menschheit dienen nur einem: Sie wollen wahnhaft immerzu mehr Forschungsgelder.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vollends wirr wirds beim Klimakleben. Sich bei Wind, Kälte oder Hitze auf die Straße kleben, sich beschimpfen, bespucken und schlagen zu lassen, sich Schmerzgriffen, Haft und Geldstrafen auszusetzen, wirkt ungemütlich – auf den ersten Blick. Aber irgendwie scheint das manchen trotzdem viel Freude zu machen. Sie tun es – also wollen sie es auch. Leute grundlos ärgern als Freizeitvergnügen scheint für sie den Einsatz aufzuwiegen. Oder halt das andere: Klimawahn!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Homo Sapiens: Sein oder nicht Sein?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn ich aufgebrachten Autofahrer:innen bei Klimablockaden sage: „Die wollen das auch nicht, denen fällt nur nichts Besseres ein“, verraucht im Bruchteil einer Sekunde ihre Wut. Eben scheinen sie fast zu platzen und müssen ihren Zorn unbedingt an irgendeine menschliche Adresse bringen – plötzlich ist er weg. Selbst Häme oder Unverständnis verschwinden. Aus dem Nichts wird greifbar: Da stehen wir also in der Klimakrise!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           All den Aufwand, uns selbst und die Welt zu erklären, unsere komplizierten Argumente, unsere erregten Debatten, betreiben wir, um zu verdrängen. Wenn wir weiter die Kehrseite unseres Lebens verleugnen, wenn wir weiterhin die guten Gründe des Engagements von Grünen und Klimabewegung ignorieren, also die Realität weiter leugnen, wird sich die Frage unseres Wollens endgültig zur existenziellen auswachsen. Zur Frage des Seins oder Nicht-Seins unserer Spezies.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir haben es in der Hand. Wenn wir uns tatsächlich Zugrunderichten wollen, kann uns keine Macht der Welt daran hindern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            P.S. Wenn Sie dieser Text überzeugt hat, wollen Sie vielleicht auch
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/klimakrise-gesellschaftsdesigner-innen-gesucht"&gt;&#xD;
      
           Riesenkitzler*in
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            werden? Melden Sie sich gerne!
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 04 Jul 2023 07:51:30 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.wortblockade.de/wollen-oder-nicht-wollen-das-ist-hier-die-frage</guid>
      <g-custom:tags type="string">Störung - Verstörung,Verdrängungsgesellschaft,Gesellschaftsdesigner,Weiterso-Märchen,Letzte Generation,Epochenwechsel,Verdrängungstheater,Klimabewegung,Strategie Klimagerechtigkeitsbewegung,Klimakrise,Klimapsychologie</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/hamlet-3381673_1280.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/hamlet-3381673_1280.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Warum es in der Klimakrise nicht um Argumente geht</title>
      <link>https://www.wortblockade.de/warum-es-in-der-klimakrise-nicht-um-argumente-geht</link>
      <description>Kürzlich hat Luisa Neubauer auf Folgendes hingewiesen: Die entscheidende Frage in der Klimakrise ist nicht: Wer hat das bessere Argument? Die Frage ist: Wer hat das mächtigere Argument? Noch zutreffender wäre festzustellen: Es geht überhaupt nicht um Argumente!</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;i&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Kürzlich hat Luisa Neubauer auf Folgendes hingewiesen: Die entscheidende Frage in der Klimakrise ist nicht: Wer hat das bessere Argument? Die Frage ist: Wer hat das mächtigere Argument? Noch zutreffender wäre festzustellen: Es geht überhaupt nicht um Argumente!
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vom guten zum mächtigen Argument
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Wissen alleine ändert nichts. Die Fossilindustrie manipuliert, sie investiert Milliarden in Lobbyarbeit, pseudowissenschaftliche Studien und Marketing, um ihre Geschäftsinteressen zu schützen.
         &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
         Wer nichts weiß, kann nichts ändern. Also brauchen wir die Wissenschaft. Forschung aber, die Geschäftsinteressen bedroht, wird mittels Macht bekämpft. Soweit auch Luisa Neubauer
         &#xD;
  &lt;a href="https://taz.de/Luisa-Neubauer-ueber-Klima-und-Emotion/!5940529/" target="_blank"&gt;&#xD;
    
          hier
         &#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  
         .
         &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Frage des Menschenbildes
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber lassen sich Menschen komplett manipulieren? Ist ein Bundeskanzler ausschließlich Machtmensch? Ich bin völlig einverstanden, ihn zu Erkenntniszwecken probehalber darauf zu reduzieren, dass er durch und durch vom Wunsch durchdrungen ist, die nächste Wahl zu gewinnen, nichts sonst. Vollständig ist diese „Wahrheit“ trotzdem nicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wie groß die Bedeutung des fehlenden Rests ist, wird mit Blick auf die Klimabewegung deutlich.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir sind stets frei darin, uns für „abweichendes Verhalten“ zu entscheiden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dies wird augenfällig, mit Blick auf die Schüler:innen, die freitags nicht zur Schule gingen. Sie praktizierten dieses freie, abweichende Verhalten. Menschen, die mit der Letzten Generation Straßen blockieren, Schmerzgriffe erdulden, Gefängnisstrafen riskieren, praktizieren es.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch ein Mensch, der einen SUV fährt, ein Flugzeug besteigt oder seine politische Meinung faktenfrei nach populistischen Sprüchen bildet, könnte anders. Sein Beitrag gegen die Klimakrise würde ihm sogar vergleichsweise komfortabel gelingen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wer also beim Bild des mächtigeren Arguments stehen bleibt, erfasst die Wirklichkeit ausgerechnet in dem Punkt unzureichend, der der Schlüssel dafür ist, die Klimakrise zu verstehen. Sie ist menschengemacht und das - vorläufig - aus dem Grund, dass wir es so wollen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Regeln der Verdrängungsgesellschaft
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Begriff der „Verdrängungsgesellschaft“ hilft weiter, um zu begreifen, was uns als Menschheit in der Klimakrise gerade passiert. Komprimiert könnte man es so fassen:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Wir
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             wollen
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            verdrängen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Deshalb
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            suchen wir Anlässe (Argumente, Ausreden ...), die dies ermöglichen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Deshalb
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            beugt sich die vom Status Quo profitierende Mehrheit der Macht der Fossilkonzerne
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Gegen diese
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Macht lässt sich nichts erzwingen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mit dieser
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Macht haben wir gewonnen
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Argumente sind in der Verdrängungsgesellschaft Mittel zum Zweck des Verdrängens. Sie dienen dem Erhalt des Weiterso-Märchens.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Weil wir daran glauben
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           wollen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            . Weil wir es uns weiter bequem machen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           wollen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            . Argumente benötigen wir vor allem aus einem Grund:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ohne Argumente würden wir uns blöd, unmoralisch und egoistisch vorkommen und einen Konflikt mit unserem Selbstbild und unseren Werten riskieren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Epochenwechsel und Gesellschaftsdesign
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Was trostlos klingt, hat eine wunderbare, positive Seite. Wir brauchen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            nicht
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            besonders viel Macht. Die Kraft
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            steckt
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           schon in der Gesellschaft. Momentan verdrängt sie - aber das kann sich ändern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch als 2019 FFF richtig viel bewegte, kam die Kraft dafür aus der Gesellschaft. Sie wurde von FFF ordentlich getriggert. Aber ohne die Fakten, die von S4F und engagierten Journalist:innen verbreitet wurden, ohne unser subtil-schlechtes Gewissen, ohne unsere humanistischen Werte, hätten wir uns nicht bewegt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Es geht also - ja, das auch - um Macht und um Präsenz auf der Straße. Aber das richtige Triggern hat weniger mit Macht zu tun. Dafür braucht es eher die richtigen Worte und Taten, die eine faktenbasierte Geschichte begründet, die wir dem
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/wie-die-klimabewegung-geschichte-schreibt"&gt;&#xD;
      
           Weiterso-Märchen
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            entgegenstellen (z.B. via
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://innn.it/UNSEREGENERATIONUNSERJOB" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           #UnsereGenerationUnserJob
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            - Überparteilichkeit). Es geht um ein Konzentrat, das interessierte Kreise nicht so einfach in eine neue Rolle im
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/wir-leben-im-verdraengungstheater"&gt;&#xD;
      
           Verdrängungstheater
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            verwandeln können.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Menschen beugen sich nicht automatisch der Macht. Sie sind nicht identisch mit ihren Routinen, ihrem Komfort, ihrem Überkonsum. Sie können sich anders entscheiden, v.a. wenn man sie dank Hintergrund-Wissens über die Verdrängungsgesellschaft richtig triggert und ihnen zeigt, wo sie lang gehen können und wieso dies erfolgreich sein wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wer macht mit?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/klimakrise-gesellschaftsdesigner-innen-gesucht"&gt;&#xD;
      
           Gesellschaftdesigner:innen
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            gesucht! Bitte melden!
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 18 Jun 2023 19:23:15 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.wortblockade.de/warum-es-in-der-klimakrise-nicht-um-argumente-geht</guid>
      <g-custom:tags type="string">Gesellschaftsdesigner,Gesellschaftsdesignerinnen,Epochenwechsel,Unsere Generation Unser Job,Klimabewegung,Aktionsformen,Klimapsychologie</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/Heilen+wir+2.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/Heilen+wir+2.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Klimakrise: Gesellschaftsdesigner:innen gesucht!</title>
      <link>https://www.wortblockade.de/klimakrise-gesellschaftsdesigner-innen-gesucht</link>
      <description>Wir wissen, wo wir stehen. Wir wissen, wohin wir müssen. Was wir brauchen, ist nur noch ein Weg, den wir gehen können. Es gilt, die Partei-Politik-Blockade zu überwinden und ein Design für den Übergang des anstehenden Epochenwechsels zu finden. Interessiert?</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
           Wir wissen, wo wir stehen. Wir wissen, wohin wir müssen. Was wir brauchen, ist nur noch ein Weg, den wir gehen können. Es gilt, die Partei-Politik-Blockade zu überwinden und ein Design für den Übergang des anstehenden Epochenwechsels zu finden. Interessiert?
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wohin? Epochenwechsel!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wo muss die Menschheit in einigen Jahrzehnten stehen? Das Problem: Klima- wie Biodiversitätskrise eskalieren, die planetaren Ressourcen sind endlich. Der auf Basis fossiler Energien exponentiell wachsende Kapitalismus, gesteuert von wenigen Reichen, Mächtigen und Konzernen, getragen von Milliarden Menschen vor allem in den Industrieländern, ist das Problem. Damit ist klar, was unser Ergebnis sein muss: Das Ende der Fossilwirtschaft, des Überkonsums, des Kapitalismus, des Kolonialismus. Wir benötigen eine weitgehende Kreislaufwirtschaft und den Anfang einer weltweit gerechten Politik.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Zusammengenommen bedeutet dies - leider - eine Anpassung gigantischen Ausmaßes: Wir brauchen einen
          &#xD;
    &lt;a href="/warum-die-klimabewegung-zu-klein-denkt"&gt;&#xD;
      
           Epochenwechsel
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
          . So etwas wie die Aufklärung.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  
         Dies kann unmöglich eine linksgrün verortete Klimabewegung erreichen!
         &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die ungeknackte Nuss
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Protestforscher Simon Teune nahm dazu kürzlich in einem überaus lesenswerten
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://taz.de/Bewegungsforscher-ueber-Letzte-Generation/!5935523/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Interview
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Stellung. Er bezweifelte darin, dass im Falle der Klimakrise funktioniert, was sonst das Erfolgsrezept jeder sozialen Bewegung ist: Wachstum. Er meint, dass die Nuss, die geknackt werden muss, das politische System ist.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Werfen wir einen Blick darauf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die sich selbst blockierende Parteipolitik
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Fangen wir mit den Grünen an, auf die viele ihre Hoffnung setzen. Wie sieht ihre Position im Rahmen des Parteien-Systems aus? Die Grünen stehen für einen Klimaschutz,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           der für die meisten wählbar ist
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . Der Maßstab müsste eigentlich die klimaphysikalische Realität sein. Es sind aber die Wähler:innen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für alle anderen (größeren) Parteien gilt der Satz: „Nur nicht grüner als die Grünen!“. Somit sind selbst grüne Wahlerfolge immer nur Schrittchen, kein Schritt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Augenfälliger sind natürlich die wirklichen Bremser! Die FDP kapriziert sich mitten in der Klimakrise auf den Kampf für Autobahn-Projekte und Verbrenner-PKW. Auch dies ist – fast zwangsläufiges – Ergebnis des parteipolitischen Systems. Klima machen ja die Grünen schon. Soziales die SPD. Also kämpft die FDP für Autobahnen und Verbrenner – eine Positionierung, die sich fast aufdrängt. Hier locken Wähler:innen-Stimmen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Insgesamt ergibt dies folgenden Befund: Das Parteipolitik-System hat sich im Hinblick auf die Klimakrise komplett verhakt. Das ist, wie Simon Teune sagt, „die Nuss“, die es zu knacken gilt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Klimabewegung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Klimabewegung ist zwar keine Partei – aber im politischen Spektrum meist klar positioniert. Sie wird als etwas Links-grünes verstanden – und aktualisiert dies ständig mit entsprechenden
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=lGCxl6Mgs6Q" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Codes
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . Damit wirkt sie oft selbst wie ein Player im Parteiensystem. Linker und grüner als die Grünen zwar – aber das ändert zu wenig am Gesamtsystem und kann wohl kaum zum Epochenwechsel führen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei ungebremstem Wachstum der Klimabewegung - wie vom Beginn von Fridays For Future bis zum Herbst 2019 - entsteht dennoch eine Dynamik, die die gesamte Gesellschaft und das Partei-Politik-System durchrüttelt. Doch seit dem Herbst 2019 schrumpft dieser Teil der Bewegung. Fridays For Future arbeiten mehr im Hintergrund - was zwar wirksam ist. Aber die gesamtgesellschaftliche Dynamik fehlt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Von Riesen und Federn
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Viele sehnen sich nach erneutem Wachstum der Klimabewegung. Aber vielleicht braucht es etwas anderes. Versuchen wir eine Antwort aus Sicht des notwendigen Ergebnisses, des Epochenwechsels. Welche Kraft könnte die Gesellschaft
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           als Ganzes
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            bewegen?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Gesellschaft ist ein Riese im Vergleich zur Klimabewegung. Die Klimabewegten waren auch 2019 „nur“ die
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/gesellschaftstherapie-in-der-klimakrise-den-riesen-kitzeln"&gt;&#xD;
      
           Feder, die den Riesen kitzelte
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . Die Kraft steckte schon immer im Riesen selbst. Das mag für alle ernüchternd klingen, die sich eine gigantische Klimabewegung ausmalen. Doch es ist zugleich tröstlich und macht es einfacher. Uff, wir selbst brauchen keine Riesenkräfte entwickeln. Es genügt, die Reaktionen des Riesen zu provozieren und einzukalkulieren. Das allerdings bleibt die Aufgabe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Verdrängungsgesellschaft und Verdrängungstheater
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Warum sind wir überhaupt so verirrt, dass wir wider besseren Wissens unsere eigene Lebensgrundlage  zerstören? Die Antwort ist schlicht: Unsere Gesellschaft WILL verdrängen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Hintergründe sind komplexer – denn das wollen wir selbstverständlich keineswegs offiziell. „Verdrängen“ ist hier nicht psychoanalytisch gemeint, sondern funktioniert so: Interessierte Kreise (Fossilindustrie etc.) verwandeln geschickt Fakten, Wissenschaft und Klimabewegung in Rollen und Requisiten. Diese schieben sie auf die
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/wir-leben-im-verdraengungstheater"&gt;&#xD;
      
           Bühne
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            (Springer-Presse, Talk-Shows etc.). Daran sollen wir uns abarbeiten – und das machen wir doch gern. Wir wollen lieber diskutieren, wovon Luisa Neubauer lebt, als uns die kommende Katastrophe reinzuziehen. Wir wollen uns lieber über die „Doppelmoral“ zweier Aktivist:innen echauffieren, die nach
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/von-der-doppel-zur-trippelmoral"&gt;&#xD;
      
           Bali
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            fliegen, als die eigenen Urlaubsflüge zu streichen. So tauschen wir die enorme Bedrohung und Unsicherheit der Klimakrise gegen ein sicheres Terrain, bei dem wir stark aussehen können.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So läuft das seit Jahrzehnten. Was aber würde passieren, wenn die Gesellschaft etwas nicht zur Rolle und zum Requisit machen kann? Dann wird das Verdrängen schwierig!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wir müssten also als kitzlige Feder wirken, ohne in eine Rolle oder ein Requisit verwandelt werden zu können. Reine Worte, reine Botschaften. Bloße
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/wie-die-klimabewegung-geschichte-schreibt"&gt;&#xD;
      
           Spiegel für die Verdrängungsgesellschaft
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dazu gleich mehr. Sehen wir uns zunächst an, wie schon einmal eine Dynamik geherrscht hat, die die ganze Gesellschaft erfasste.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dynamik und Handlungsoptionen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vom ersten global strike bis zum Herbst 2019 trieb die klimabewegte Gesellschaft die Regierung regelrecht vor sich her. Damals gab es eine gesellschaftliche Dynamik, die alleine in Deutschland mehrere Millionen Menschen in Bewegung gebracht hat. 1,4 Millionen sogar an einem Tag gemeinsam auf die Straße. Wo eine solche Dynamik herrscht, reagiert die Politik und die Menschen schließen sich an.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir wissen inzwischen, dank der Letzten Generation, dass eine derartige Dynamik sogar dann ausgelöst werden kann, wenn körperliche Verletzungen, finanzieller Ruin und Gefängnis drohen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Wenn die Menschen denken, „wenn ich jetzt xy mache, verändert sich etwas, das kann ich tun“, machen sie mit. So etwas brauchen wir. Nur eben eher nicht als Klimabewegung, sondern als Gesellschaft. Nicht: einige Klimaaktivist:innen müssen sich aufreiben. Sondern: Millionen Menschen müssen einige kleine Schritte gehen. Die Gesellschaft muss aus eigener Kraft handeln. Wir können nur richtig kitzeln.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir brauchen ein Gesellschaftsdesign
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine große und starke Klimabewegung hilft also – aber immer nur ein Stück weit. Hier sind schon viele aktiv.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die eklatante Lücke klafft im Gesellschaftsdesign. Oder, präziser gesagt:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir brauchen das Design des Übergangs für den anstehenden Epochenwechsel.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wie und wo können wir die Gesellschaft als Ganzes wirksam kitzeln? Wie die dort vorhandenen Energien und Kräfte ausnutzen, modifizieren, lenken?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Lebensgrundlagen sichern heißt Überparteilichkeit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zunächst müssen wir jene Nuss zu knacken, die es laut Simon Teune zu knacken gilt. Die Antwort auf das sich verhakende Parteiensystem ist „Überparteilichkeit“. Und zwar nicht im Sinne einer punktuellen Zusammenarbeit zwischen den Parteien, die es schon immer gibt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sondern:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Überlebensthema Klimakrise muss aus dem parteipolitischen Streit herausgehalten werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wissenschaftler:innen sollten einen praxistauglichen Vorschlag machen, was als Basis dafür dienen kann. Danach braucht es gesellschaftlichen Druck , sodass die Parteien sich darauf einlassen. Fertig, Nuss geknackt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zugegeben: Das ist trotzdem ein weiter Weg. Aber wenn es der Richtige ist, müssen wir alle Anstrengungen darauf richten. Egoismen und „wir wollen unsere Organisation groß machen“ müssen dagegen zurückstehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Verantwortung aller Akteur:innen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Protestforscher Simon Teune sagt außerdem, viele gesellschaftliche Akteure müssen ihre Verantwortung wahrnehmen und sich bewegen. Richtig: So rührt sich der gesellschaftliche Riese und kommt in Schwung! Allerdings passiert auch dies nicht von alleine. Gesellschaftsdesigner:innen müssen dafür sorgen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://innn.it/UNSEREGENERATIONUNSERJOB" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           #UnsereGenerationUnserJob
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            braucht Überparteilichkeit und kitzelige Federn im Rahmen eines Übergangs-Designs. Eine gezielte Ansprache einzelner Gruppen, gesellschaftsweit, mit Projekten, die zusammenwirken. Dies wird Millionen erfassen - von links über grün bis zu konservativ. Interessiert? Bitte melden! Wir entwickeln den Plan dafür.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 11 Jun 2023 14:34:17 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.wortblockade.de/klimakrise-gesellschaftsdesigner-innen-gesucht</guid>
      <g-custom:tags type="string">Verdrängungsgesellschaft,Weiterso-Märchen,Gesellschaftsdesigner,Gesellschaftsdesignerinnen,Epochenwechsel,Verdrängungstheater,Klimabewegung,Gesellschaftstherapie,Strategie Klimagerechtigkeitsbewegung,Spiegel aufstellen,Klimapsychologie</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/people-5249576_1280.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/people-5249576_1280.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Warum die Klimabewegung zu klein denkt</title>
      <link>https://www.wortblockade.de/warum-die-klimabewegung-zu-klein-denkt</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;i&gt;&#xD;
    
          Wieder mal so ein Treffen der Klimabewegung: wo stehen wir, wie kommen wir weiter? Spätestens seit Herbst 2019 geht das so. Was daran auffällt: die Bewegung denkt - schon immer - eine Nummer zu klein.
         &#xD;
  &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dimension des Problems
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Eigentlich sind sich alle einig: Die Klimakrise ist gigantisch, ebenso ihr Hintergrund. Seit rund 250 Jahren wirtschaften wir exponentiell wachstumsorientiert. Schrieben wir dies fort, müssten im Jahr 2100 sechzehn mal so viele Güter produziert und verkauft werden, wie im Jahr 2000!
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.buch7.de/produkt/das-ende-des-kapitalismus-ulrike-herrmann/1043326516?ean=9783462002553" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           16 mal mehr
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Autos, Heizungen, Smartphones – momentan noch fast alles mit fossiler Energie erzeugt und betrieben. Jahr für Jahr fließen zig Billiarden Dollar in diese Prozesse. Unsere Arbeitsplätze wie auch die Staatsfinanzen hängen davon ab. Ein System, das alle Aspekte unseres Lebens durchzieht und das fest in unseren Köpfen verankert ist.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und das alles wollen wir mit unserer „Klimabewegung“ ändern? Echt jetzt?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn wir das riesige Ausmaß der Herausforderung ernst nehmen, müssen wir uns eingestehen: Die Klimabewegung kann dieses allumfassende System nicht umkrempeln. Höchstens modifizieren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das ist genau das, was aktuell passiert. Dies ist schwer genug erkämpft und erfordert beständige Anstrengung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dennoch: am Ende genügt Modifikation leider nicht! Was brauchen wir also? Welche Dimension müssen wir denken? Durch welche Begriffe müssen wir „Klimabewegung“ und „Klimapolitik“ ersetzen, um richtig zu erfassen, dass ein weltumspannendes, allgegenwärtiges, viele Billiarden Dollar schweres System überwunden werden muss?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dieser nötigen Umwälzung entspricht keine Bewegung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            innerhalb
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            der Gesellschaft. Wir brauchen keine stärkere „Klimabewegung“, sondern eine
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bewegung der gesamten Gesellschaft
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ! Wir brauchen einen Epochenwechsel! Etwas in der Größenordnung der Aufklärung oder des Christentums.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gesellschaft vor dem sozialen Kipppunkt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nah dran an diesem beginnenden Epochenwechsel waren wir in Deutschland bisher zwei mal. Eine dritte Chance wurde uns auf dem Silbertablett offeriert – aber leider nicht als solche erkannt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vom Beginn von FFF an entfaltete sich eine ungeahnte Dynamik. Im Schnelldurchlauf machte die Verdrängungsgesellschaft die üblichen Schritte durch: Ignorieren, Diskreditieren, moderates Entgegenkommen. 1,4 Millionen Menschen waren im Herbst 2019 allein in Deutschland auf der Straße.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Darauf folgten das Klimapäckchen und Corona. FFF schrumpfte wieder, irritierte die Gesellschaft als Ganzes nicht mehr. Mit einer immer noch nervigen, aber schrumpfenden FFF konnte die Gesellschaft ihren Frieden machen. Die Modifikation wurde angestoßen und läuft seither, sehr gut! Aber der Epochenwechsel fiel dann leider doch aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der zweite dramatische Kipppunkt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein zweites Mal standen wir vor dem Beginn eines Epochenwechsels, als sich der tragische Fahrrad-Unfall in Berlin im Frühjahr 2022 ereignete und eine orchestrierte Kampagne der Springerpresse und der angeschlossenen Parteien das ganze Land erfasste. Das Phänomen „Letzte Generation“ wurde überall diskutiert. Die Verdrängungsgesellschaft stand erneut vor einer Herausforderung und suchte nach Erklärungen. Nach einem Weg, die Irritation so zu verarbeiten, dass sie zum normalen Getriebe zurückkehren kann. Der LG standen plötzlich alle großen Talkshows offen. Was sie zu sagen hatte, wurde gehört. Die Begründung für die Straßenblockaden war stets, Aufmerksamkeit zu bekommen. Gut, jetzt war sie da.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Chance wäre gewesen, die Verdrängungsgesellschaft mit der Realität zu konfrontieren. Mit anderen Worten: vorläufiger Aktionsstopp und
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dialog
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . Denn die eigentliche Herausforderung für die Verdrängungsgesellschaft besteht darin, sich der Wahrheit und damit ihrem Verdrängen zu stellen. Dafür taugen Worte, wenn die Irritation da ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Doch es ging anders weiter, es wurde direkt weiter blockiert. Mit der gleichen Erklärung wie zuvor („die Klimakrise ist größer, Aufmerksamkeit ist nötig"), als wäre nichts geschehen. Kein tragischer, damals noch ungeklärter Unfall, keine Talk-Show-Offerten. Damit wurde es der Verdrängungsgesellschaft leicht gemacht. Die Leute sagten sich „Ach so, die wollen nur stören, na dann, kennen wir schon, eine dieser gesellschaftlichen Bewegungen, nerviger als andere, aber davon gibt es viele, das hat
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           nichts mit mir
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            zu tun“. Die LG fand weitere Provokationen (Kunstkleben, Flughafen blockieren). Aber das Muster blieb gleich. Irgendeine Form der Störung halt. Abbruch des Weges zum Epochenwechsel.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine unverhoffte, unerkannte, ungenutzte dritte Chance
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dennoch ergab sich kurz darauf eine neue Chance: der Vorwurf der kriminellen Vereinigung, begleitet von Hausdurchsuchungen! Die LG reagierte sofort richtig, indem sie alle dazu aufrief, sich zu positionieren. Dafür oder dagegen? Es gab sogar eine Petition. Per Unterschrift konnte man sich der „kriminellen Vereinigung“ anschließen. Welch‘ eine gigantische Chance für die ganze Klimabewegung!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Million Unterschriften der klimabewussten Gesellschaft und das Spiel mit der Verdrängungsgesellschaft wäre mit geringstem Aufwand neu aufgesetzt worden. Die merkwürdige Rechtskonstruktion der „kriminellen Vereinigung“ bedeutet, eine einfache Unterschrift hätte tatsächlich genügt, um dabei zu sein und eine schwer auflösbare Provokation auszulösen. Augenfälliger und unaufwändiger hätte das fossile Beharren per Kriminalisierung nicht bloßgestellt werden können. Was für eine Gelegenheit! Kein Mensch hätte Autofahrer:innen nerven müssen, dennoch wäre das Signal im Sinne der Klimabewegung überragend gewesen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wow, damit hätte die Verdrängungsgesellschaft erstmal zurechtkommen müssen! Leider blieb die Zahl der Unterstützer:innen überschaubar. Vermutlich auf jene begrenzt, die tatsächlich mehr oder weniger aktive Unterstützer:innen waren. Ein Geschenk der Staatsanwaltschaft - leider sträflich missachtet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bilanz bis hierher
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In der Dimension „Epochenwechsel“ gedacht: Unsere Bewegung kann nur die
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/gesellschaftstherapie-in-der-klimakrise-den-riesen-kitzeln"&gt;&#xD;
      
           Feder sein, welche die Gesellschaft kitzelt
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . Die notwendige Energie muss die Gesellschaft selbst mobilisieren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mehrmals hatte ich schon den Begriff der „Verdrängungsgesellschaft“ benutzt, ohne ihn genauer einzugrenzen. Das muss ich nun nachholen, um den direktesten Weg Richtung Epochenwechsel aufzeigen zu können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der von FFF geschaffene Schritt wurde mit "normaler Bewegungsarbeit" erreicht. Aber schon hier: Die Menschen erkannten die Chance, deshalb machten sie mit. Wir standen kurz vor der Umwälzung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei den zwei beschriebenen Momenten der Letzten Generation ist es schwieriger, den entscheidenden Punkt zu erkennen, der hier noch unmittelbarer damit zusammenhängt, wie die Verdrängungsgesellschaft tickt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dimension der Lösung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Von der „Klimapolitik“ zum „Epochenwechsel“ - die Herausforderung ist größer, als bisher diskutiert. Also wird auch die Lösung eine Dimension größer sein müssen. Wir müssen Geschichte schreiben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zunächst: Wer ist der Gegner? Ich würde Thomas Metzinger zustimmen, der in seinem Essay
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.buch7.de/produkt/bewusstseinskultur-thomas-metzinger/1045372013?ean=9783827014887" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Bewusstseinskultur
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            die „Feinde der Menschheit“ auf unter eine Million Menschen schätzt. Aber der fossile Kapitalismus wird breit getragen. Er bietet uns Menschen (v.a. in den Industrieländern) Arbeitsplätze und Konsumfreuden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die meisten „Feinde der Menschheit“ in ihren Konzern-Chefetagen sind schwer zu fassen. Aber wohl noch leichter als der Hauptgegner des Epochenwechsels: Die Verdrängungsgesellschaft verfügt über eine wahre Verdrängungsmaschinerie. „Verdrängung“ klingt Individual-Psychologisch, ist es hier aber nicht. Um dies an nur einem Beispiel zu erklären: Jede Talkshow zu Klimathemen, in der ein:e Klimaskeptiker:in oder -bremser:in mitdiskutiert, ist Teil des Verdrängungstheaters. Denen eine Stimme zu geben, die nur vorgeben, die Realität anzuerkennen, lenkt von der Realität ab. Jede Talk-Show!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Noch weniger hilfreich ist praktisch alles andere im TV-Programm. (Natürlich darf man sich auch mal ablenken – aber das normale TV-Programm besteht aus praktisch nichts anderem. „Wir amüsieren uns zu Tode“.)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die direkteste Intervention besteht darin, das Verdrängungstheater zu entlarven. Und zwar – vorsicht, leider komplex – (1) sich auf die Realität beziehen (also nicht moralisierend) und (2) das Gegeneinander durch ein Miteinander ersetzen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Klimakrise ist menschengemacht. Aber das bedeutet eben nicht, wie in früheren Auseinandersetzungen, vorrangig gegen andere Menschen oder Gruppen zu kämpfen. Wir müssen zugleich das faktische Verdrängungstheater überwinden, das uns umgibt und das ohne Unterlass durch unsere Gehirne rauscht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die damit verbundenen Gedanken und Gefühle müssen wir selbst meistern – immer wieder. Der schnellste und direkteste Weg zum Epochenwechsel ist: Die Verdrängungsgesellschaft konfrontieren, verunsichern, vor Aufgaben stellen. Und zugleich die Lösung aufzuzeigen: Gemeinsam da raus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Weniger Aufreger, mehr Auswege. Verstörung statt Störung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Frühere Epochenwechsel hatten markante Auslöser. Die aber durchaus sehr verschieden sein konnten. Bestimmte Menschen sagten, schrieben, taten etwas, das
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            im Nachhinein
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           als Schlüssel erkannt wurde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was steht uns heute zur Verfügung? Ein Wissen, das dem Weiterso-Märchen radikal widerspricht und das für jeden Menschen mit ein paar Klicks verfügbar ist. Das ist doch schon mal was!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Fakten wirken nicht alleine. Aber wir können sie nutzen, um der Verdrängungsgesellschaft den Spiegel hinzuhalten. Aktionen sind natürlich ein Weg, um überhaupt gehört zu werden. Aber zugleich sind sie hinderlich. Denn fast immer lösen sie Reaktanz aus (psychologischer Kampf um scheinbar bedrohte Freiheit). Und sie dienen als Projektionsfläche (Abarbeiten an konkreten Menschen / Aktionsformen statt an der realen Bedrohung, die nicht angegangen wird).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Was es letztlich braucht: Dieselbe Botschaft, immer wieder neu verpackt. In vielfältigen Formen und Gestalten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Dialog muss störender sein, als die Aktion. Verstörung statt Störung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Aktionen dürfen nicht zur Folkore verkommen, sondern müssen eine Geschichte erzählen, die herausfordert.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ein konkreter Vorschlag ist es, die Kampagne
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://innn.it/UNSEREGENERATIONUNSERJOB" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           #UnsereGenerationUnserJob
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            weiterzutreiben. Sie kommt mitten aus der Gesellschaft. Sie
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ist
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           schon die Gesellschaft in Bewegung. Sie zielt auf den Epochenwechsel, auf die Selbstbesinnung der Gesellschaft. Sie schafft keine Aufreger, sondern zeigt Auswege auf. Klima ist kein „Thema“, sondern eine parteiübergreifende, staatstragende und historisch beispiellose Aufgabe, heißt es dort, unterstützt von prominenten Erstunterzeichner:innen von der Linken bis zur CDU, aus Wissenschaft, Religion, Kultur und Zivilgesellschaft.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Damit ist sie die erforderliche Dimension größer. Potenziell – denn noch ist sie klein. Wer unterstützen will, melde sich! Unabhängig davon sollte die Klimabewegung den Unterschied zwischen Klimapolitik und Epochenwechsel bedenken und in ihrer Analyse und in ihrem Vorgehen stärker von der Verdrängungsgesellschaft ausgehen. Unmoralisierte Realität als Ausgangspunkt, Verstörung vor Störung plus Lösung - wir alle, überparteilich, jetzt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Hier habe ich etwas dazu geschrieben, inwiefern wir
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/wie-die-klimabewegung-geschichte-schreibt"&gt;&#xD;
      
           Geschichte schreiben
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            müssen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 24 May 2023 11:31:10 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.wortblockade.de/warum-die-klimabewegung-zu-klein-denkt</guid>
      <g-custom:tags type="string">Verdrängungsgesellschaft,Störung - Verstörung,Reaktanz,Projektionsfläche,Verdrängungstheater,Epochenwechsel,Klimabewegung,Aktionsformen</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/mountain-g75ff701fb_1920.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/mountain-g75ff701fb_1920.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Wie die Klimabewegung Geschichte schreibt</title>
      <link>https://www.wortblockade.de/wie-die-klimabewegung-geschichte-schreibt</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;i&gt;&#xD;
    
          Am Anfang jeder Demo und Straßenblockade stehen Gedanken, Worte, Pläne.  Dass wirksame Aktionen möglichst groß sein müssen, ist bekannt. Doch die Geschichten dahinter werden zu wenig beachtet. Der Anspruch muss sein, die Verdrängungsgesellschaft insgesamt in
          &#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Richtung Klimagerechtigkeit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    
          zu kippen.
         &#xD;
  &lt;/i&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ohne Geschichte kein Bewusstsein
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Beginnen wir den Post mit einer persönlichen Frage: Was machen Sie morgens, direkt nach dem Aufwachen?  Und abends, vor dem Einschlafen? Die Gehirnforschung verrät: dasselbe - wie übrigens auch den ganzen Tag über. Sie erzählen sich die Geschichte Ihres Lebens. Sie vergewissern sich, wer Sie sind, woher Sie kommen, wohin Sie gehören, woran Sie glauben, was Sie tun. Ein Vorgang, der pausenlos unbewusst in Ihrem Gehirn abläuft. Ohne diese ständige Selbst-Re-Konstruktion wären Sie - wie alle Menschen - verloren und verwirrt. Sie hätten einen „Filmriss“, handlungsunfähig.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So, wie Sie als Mensch ihre Selbsterzählung brauchen, finden wir auch als Menschheit Halt und Richtung. Wir folgen Erzählungen. Am Anfang stehen Worte, und bald kommt viel mehr hinzu. Das Christentum ist das markanteste Beispiel. Kapitalismus und Kommunismus, die Anthroposophie, die Homöopathie. Hitlers "Mein Kampf". Millionen, zuweilen Milliarden, hoffen, leiden, sterben in der Folge.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Natürlich gibt es viel mehr Geschichten auf der Welt. Die meisten bleiben unbekannte Möchtegerns.  Wieso also haben sich ausgerechnet die genannten
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.buch7.de/produkt/erzaehlende-affen-samira-el-ouassil/1041623685?ean=9783550201677" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Erzählungen
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            gegen die Konkurrenz behauptet? "Die richtige Geschichte zur richtigen Zeit" ist eine Antwort; historisch günstige Umstände oder auch pure Zufälle kommen hinzu. Unbedingt erforderlich ist aber eines: das Werk muss die Menschen trösten, aufmuntern, anrühren. Es muss nichts wissenschaftlich belegt sein. Es muss nicht stimmen. Es darf auch etwas versprochen werden, was dann gar nicht eingelöst wird. Aber, taugliche Antworten auf akute Fragen und Probleme, sind unverzichtbar.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Weiterso-Märchen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die mächtigste Geschichte unserer Zeit hat keinen spezifischen Ursprung. Es gibt weder Gründerväter  noch -mütter. Sie ist - bisher - sogar namenlos geblieben. Dafür erzählen wir sie uns selbst ohne Unterlass in unseren Industriegesellschaften. Man könnte sie das "Weiterso-Märchen" nennen: „wir können im Wesentlichen so weitermachen, wie bisher. Das fossile Zeitalter ist fortsetzbar.“ Die Varianten und Folgen dieser Geschichte sind omnipräsent. Sie sind auf jeder Autobahn und in jedem Industriegebiet zu besichtigen. Überall, wo Menschen fliegen, wo sie mit Beton und Styropor neue Häuser errichten und Flächen versiegeln. Wo sie Gift auf Äcker spritzen. Wo sie für den Kauf von Billig-Produkten über Ausbeutung hinwegsehen. Wo davon ausgegangen wird, dass grünes Wachstum die Lösung ist und „Technologieoffenheit“ es ermöglicht, ungehemmt weiterzukonsumieren. Dort, wo vor „zu viel Klimaschutz“ gewarnt wird. Oder vor dem „Heiz-Hammer“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das "Weiterso-Märchen" verträgt sich trotz seiner weltumspannenden Herrschaft ausgesprochen schlecht mit der Realität. Wie aus jedem IPCC-Bericht hervorgeht, muss unser fossil angetriebenes Leben enden. Und zwar ziemlich plötzlich. Anschaulich gemacht an einer einzigen Maßnahme aus dem 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://oxiblog.de/letzte-generation-wie-radikal-muesste-es-sein/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Katalog
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            von Prof. Helge Peukert: „der private Benzin- und Dieselverbrauch liegt zukünftig bei 500 Liter pro Person/Jahr; er ist nicht übertragbar und in 5 Jahren auf 0 zu reduzieren“. Peukert überträgt die wissenschaftlichen Befunde zu den Ökokrisen in Vorschläge für adäquates politisches Handeln - ohne Rücksicht darauf, ob dieses politisch durchsetzbar wäre. Ein maximaler Kontrast zum Weiterso-Märchen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Macht der Worte
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Erfolg des Weiterso-Märchens beruht darauf, dass (fast) alle daran glauben
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           wollen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            . Wir
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            wollen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           lieber verdrängen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Einklang mit dieser Annahme geht die Wortblockade davon aus, dass sich Menschen freiwillig ändern - oder gar nicht. Dass wir verschiedenen Machteinflüssen ausgesetzt sind, spricht nicht wirklich dagegen, vor allem nicht in demokratischen Industriegesellschaften. Jede Analyse führt stets zu Macht und Geld. Selbstverständlich müssen Strukturen und Systeme untersucht werden. Aber, stark verkürzt gesagt: Jede Macht ist die Macht von Menschen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Klar, nur wenige Fossilkonzernchefs, Superreiche und Politiker:innen treiben die Klimakrise als Täter voran (Thomas Metzinger bezeichnet sie zutreffend als "Feinde der Menschheit"). Aber sie werden breit getragen. „Geht arbeiten!“ ist der meistgehörte Ruf bei den Straßenblockaden der Letzten Generation. Anders formuliert: „Wir wollen ans Weiterso-Märchen glauben! Stört uns nicht dabei!“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Kern jeder einflussreichen kulturellen Entwicklung in der Menschheitsgeschichte lässt sich auf Worte zurückführen. So unglaublich das erscheint, angesichts von Revolutionen oder Weltkriegen. Am Anfang war das Wort.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sind die richtigen Gedanken da, brauchen sie ihre Zeit, fruchtbaren Boden, Zufälle - und eine gute Strategie kann nicht schaden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In jedem Fall geht es nicht darum, eine Geschichte zu
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           erzählen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            , sondern sie zu
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           machen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           !
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zu den Worten müssen reale Menschen treten, die reale Dinge tun, Routinen einhalten oder Rituale praktizieren, Armeen aufstellen, Organisationen gründen ....
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           #UnsereGenerationUnserJob
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Was wir dem Weiterso-Märchen entgegenstellen, läuft unter dem Hashtag #UnsereGenerationUnserJob. Zu Beginn stand ein offener Brief. Als wir* Erstunterzeichner:innen anfragten und am Gründonnerstag 2023 unseren
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://innn.it/UNSEREGENERATIONUNSERJOB" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Aufruf
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            veröffentlichten, war nicht voraussehbar, was er auslösen würde. Zu erwarten war: nicht viel.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Um etwas groß zu machen, braucht es meist sehr viele Anhänger:innen oder Macht. Alternativ dazu hatte ich das Konzept skizziert,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/gesellschaftstherapie-in-der-klimakrise-den-riesen-kitzeln"&gt;&#xD;
      
           Riesen zu kitzeln
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . "Riesen" sind zum Beispiel die Springerpresse und die „angeschlossenen“ Parteien. Um sie zu aktivieren, ist ein Entweder-oder-Muster nötig. Daraus können sie ein Freund-Feindschema basteln. Regelverstöße sind hilfreich, um die nötige Aufmerksamkeit zu erregen – und sei es nur harmloser, friedlicher, ziviler Ungehorsam. Oder zumindest das vernehmliche Benutzen eines Tabu-Wortes (z.B. "Klimadiktatur" oder "Sabotage fürs Klima"). Nichts dergleichen konnten wir bieten. Unsere Erwartung war also bescheiden (die Aktion war ursprünglich auch anders geplant).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was stattdessen geschah: unser Aufruf kam an. Und zwar anders, als gedacht. Er funktionierte als Geschichte. Er wurde verstanden. Er wurde aufgenommen, als sei er vermisst worden. Als hätte endlich, endlich jemand die Wahrheit ausgesprochen. Dass wir die Parteienlogik durch Überparteilichkeit überwinden müssen. Dass wir alle zusammenhalten müssen, um die gigantischen Aufgaben der Menschheit zu bewältigen. Es war wie der Kinderruf: „Sieh nur, der Kaiser ist nackt“. Wir hatten Worte gefunden, die auf Fakten basieren und die schonungslos die tragische, wenig aussichtsreiche Lage der Menschheit skizzieren und den einzig möglichen Ausweg aufzeigen: Das sofortige, gemeinsame, überparteiliche Handeln. Die Gegenerzählung zur Verdrängungsgesellschaft und ihrem Weiterso-Märchen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Möglichst viele Spiegel aufstellen - was jetzt passsieren muss
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wo stehen wir aktuell? Über 400 prominente Erstunterzeichner:innen in wenigen Tagen, über 50 Pressemeldungen, ein Erfolg, zweifellos. Doch der Anspruch muss ungleich höher sein.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Anspruch muss sein, die gesamte Gesellschaft in Richtung Klimagerechtigkeit zu kippen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bewegungen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           müssen für dieses Ziel vor allem wachsen. Mit zunehmender Größe haben sie immer stärker mit den Abwerhmechanismen der Verdrängungsgesellschaft zu kämpfen: 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/das-nackte-wort"&gt;&#xD;
      
           Projektion und der Reaktanz
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . Und wehe, die Bewegung schrumpft.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Geschichten genießen demgegenüber eindeutige Vorteile. Gut ausgewählte Worte bieten keinerlei Projektionsfläche. Solange sie nicht moralisieren, lösen sie keine Reaktanz aus. Sie brauchen keine Macht und keine Masse Menschen, die sie verfechten. Sie begnügen sich damit, die Fakten auf ihrer Seite zu haben. Sie sollen gar nicht in eine Bewegung münden. Ihr Ziel ist es vielmehr, der Verdrängungsgesellschaft den Spiegel vorzuhalten. Und damit die Kräfte zu wecken, die
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           in der Gesellschaft selbst
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            stecken. Diese Kräfte braucht es. Sie sind gewaltiger, als es eine Bewegung je sein kann.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Was dabei hilft: Je offensichtlicher die Verdrängungsgesellschaft verdrängt, desto mehr kräftigt sie die faktenbasierte Gegenerzählung. Es ist unsere Generation und unser Job. Es geht um fast alles und wir müssen es jetzt tun. So lautet die ehrliche und mutige Geschichte einer Menschheit, der es auch im Scheitern noch um
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.buch7.de/produkt/bewusstseinskultur-thomas-metzinger/1045372013?ean=9783827014887" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Würde und Selbstachtung
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            gehen kann. Aktuell können wir sogar noch eine kleine Restchance wahren, die menschliche Lebenswelt lebensfreundlich zu erhalten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dieser Geschichte wohnt eine Kraft inne, der die Verdrängungsgesellschaft erliegen könnte. Wichtig ist jetzt, dass wir systematisch auf das Konto dieser Geschichte einzahlen. Wir müssen dringend möglichst viele Spiegel aufstellen. Deren gemeinsamer Ursprung erkennbar bleiben muss.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ---
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wer uns unterstützen mag und diese einmalige Chance nutzen, das Weiterso-Märchen zu entzaubern, möge sich bitte melden. Wir erzählen nicht nur Geschichte, wir
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            machen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           sie. Wir haben einen Plan! :-).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           *wir=v.a. Bruno Wipfler, Heinrich Strößenreuther und ich vom Klimastrategienetzwerk (unterstützt von v.a. Prof. Dr. Wolfgang Lucht, Dr. Jörg Alt, einigen Menschen von Psychologists4Future, Schwarm4Future), vielen Dank auch an Katja Diehl, Prof. Dr. Claudia Kemfert, Dr. Gregor Hagedorn!
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 21 May 2023 12:37:40 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.wortblockade.de/wie-die-klimabewegung-geschichte-schreibt</guid>
      <g-custom:tags type="string">Weiterso-Märchen,Geschichte,Unsere Generation Unser Job,Klimabewegung,Strategie Klimagerechtigkeitsbewegung,Spiegel aufstellen</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/person-g85dea30e2_1920-8e3deadc.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/person-g85dea30e2_1920-8e3deadc-019b7087-0230b60b.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Von der Doppel- zur Trippelmoral</title>
      <link>https://www.wortblockade.de/von-der-doppel-zur-trippelmoral</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;i&gt;&#xD;
    
          Zwei Klimakleber fliegen nach Bali, behauptet die Bildzeitung, alle schreiben es ab, statt sich fürs Klimakleben vor Gericht zu verantworten. „Skandal!“ - rufen diejenigen, die unverdächtig sind, etwas fürs Klima zu tun. Ausgerechnet. Eine lehrreiche Debatte.
         &#xD;
  &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hunderttausende Flüge zu viel
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was passiert ständig, ohne dass es jemanden aufregt: Superreiche fliegen mit Privatjets. Hunderttausende relativ Reiche ("wir") fliegen in die Ferne. Und jeder einzelne dieser Flüge ist ein Problem. Aber das alles findet kaum Beachtung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was aber nun erhebliche Wellen schlägt: Zwei Menschen blockierten eine Straße, um eine angemessene Klimapolitik einzufordern. Für die Blockade sollten sie sich vor Gericht verantworten. Stattdessen weilten sie  - in der spezifischen Bild-Version der Welt - auf Bali.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ein gefundenes Fressen für alle von der CDU, CSU, FDP. Sie stürzen sich auf den Fall, als gäbe es kein Morgen mehr. Warum? Weil sie hier eine neue Puppe im
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/wir-leben-im-verdraengungstheater"&gt;&#xD;
      
           Verdrängungstheater
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            auf die Bühne bringen können. Sowas wie das Tempolimit ist nicht nur unsexy für sie. So ein angeblicher Bali-Flug von Klimaengagierten lenkt auch in schönster Weise davon ab, was sie als einfachste Klimamaßnahmen blockieren.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Trippelmoral von CDU, CSU, FDP
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bemerkenswert ist, dass die Erregung nicht nur taktischer Natur ist. Viele Halbrechte dürften ehrlich entrüstet sein. Warum? Natürlich, weil sie blind der Bild"zeitung" glauben, was immer ein Fehler ist. Aber auch, weil sie sich auf dem sicheren Boden des moralischen Handelns wähnen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sie glauben wirklich, dass es hier um Doppelmoral geht. Es lohnt sich, genauer hinzusehen. Doppelmoral entsteht, wenn man anderen etwas predigt, das man selbst nicht tut.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ihr Vorwurf an die Klimaengagierten gründet darauf, dass sie selbst allen alles erlauben wollen – trotz Klimakrise.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sie ignorieren dabei die physikalischen Realitäten, mit denen wir alle zu leben haben. Dabei wissen sie insgeheim sehr genau, dass sie damit auf Seiten der Klimaschmutzlobby stehen. Ausgerechnet auf diesem Boden ruht ihre gefühlte moralische Überlegenheit.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Offiziell behaupten selbst die Union und die FDP, sich für Klimaschutz einzusetzen. In diesem Lichte wirkt die Entrüstung dieser Scheinheiligen so schräg, dass man schon den Begriff Trippelmoral einführen muss, um das noch in Worte fassen zu können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alle dürfen nach Bali – nur Klimaschützer:innen nicht?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Alle, die es sich leisten können, dürfen jede beliebige Strecke mit dem Privatjet zurücklegen und alle, die sich eine Fernreise leisten können, dürfen sie sich leisten (freie Gesellschaft und so) - nur Klimaschützer:innen nicht? Nein, in der eskalierenden Klimakrise sind alle diese Reisen ein Problem. Worauf es dabei auf keinen Fall ankommt:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            wer
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           reist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Was bei all dem auf keinen Fall weiterhilft, ist, die Realität der Klimakrise zu ignorieren.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wer also meint, in dieser Krise dürfe er andere schelten, nur weil er die physikalische Situation ignoriert, führt die Debatte direkt nach Absurdistan
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Zugleich sind wir mitten in unserer Verdrängungsgesellschaft angekommen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Klimakrise in uns
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ALLE Menschen sollten sich unbedingt für Klimaschutzpolitik stark machen. Wenn sie dies tun, machen sie schon mal eine Sache richtig.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diejenigen aber, die sich sowohl jeden unnötigen Überkonsum genehmigen, als auch an der Verhinderung von Klimaschutz beteiligen, sollten den Mund halten. Und beides ändern. Und das hängt nicht an der Moral. Sondern an der Physik.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Für die Gesellschaft insgesamt gilt, dass wir uns exakt mit diesen Aspekten der Debatte auseinandersetzen müssen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Kernerkenntnis dabei sollte lauten: Moral ist schön. Aber der Physik ist sie egal. Und: die Bildzeitung ist keine seriöse Quelle.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 01 Feb 2023 15:48:56 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.wortblockade.de/von-der-doppel-zur-trippelmoral</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/Wein-Wasserb+%283%29.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/Wein-Wasserb+%283%29.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Gesellschaftstherapie in der Klimakrise: den Riesen kitzeln</title>
      <link>https://www.wortblockade.de/gesellschaftstherapie-in-der-klimakrise-den-riesen-kitzeln</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;i&gt;&#xD;
    
          Es ist ungeheuerlich, was mit uns geschieht: wir zerstören bei vollem Bewusstsein unseren Lebensraum und führen alltäglich ein Verdrängungstheater auf, um das nicht zu sehen. Die Aufgabe ist groß: die träge Masse der ganzen Gesellschaft muss in Bewegung gebracht und therapiert werden. Wir müssen den Riesen kitzeln. Dann können wir Gesellschaftstherapie betreiben.
         &#xD;
  &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Megatrend Aussterben
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Selbst Klimawissenschaftler:innen sagen hoffnungsvoll: „Noch ist es nicht zu spät - wenn wir jetzt handeln.“ Doch das ist genau dasselbe wie: „Wenn wir nicht bald handeln, ist es zu spät“! Und dieses Handeln bleibt nach wie vor aus. „Megatrend Aussterben“ ist eine Formulierung, die dies deutlich macht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In Deutschland herrscht ein Ausnahmezustand: wegen Putins Angriffskrieg, so wird gesagt, werden entscheidende Schritte herausgezögert. Kein Tempolimit, kein Abbau der fossilen Subventionen. „Wir sind noch nicht so weit.“ Nur: vor dem Krieg waren wir es auch nicht. Und die anderen Länder? Sind es auch nicht. Kein Land ist auf Kurs. Dies verdrängen (fast) alle: von den Normalos bis zur Klimabewegung. In dem Sinne, dass wir den drastischen Gefühlen und Konsequenzen ausweichen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Verdrängungstheater
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Beim Verdrängen ist uns fast jedes Mittel recht. Jede mögliche Gelegenheit dazu wird dankbar aufgegriffen. Als kleines Beispiel, wie subtil diese Wirkungen sind, sehen wir uns eine – auf den ersten Blick völlig unverdächtige Formulierung – einer Tagesschau-Meldung an.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Tagesschau berichtete von der letzten CDU-Vorstandsklausur, die Partei setze im Kampf gegen den Klimawandel auch auf die Verlängerung der AKW-Restlaufzeiten. Wie gesagt: das klingt normal. So reden wir hier. Doch es klafft ein Abgrund zwischen dem, was wirklich passiert und dem, was die Formulierung besagt. Die Meldung bedeutet: die CDU kämpft gegen die Klimakrise. Und die Verlängerung der AKW-Restlaufzeiten sind eines ihrer Mittel. Doch eigentlich kämpft sie nicht gegen die Klimakrise. Und ihr Reden über die Atomkraft hat den Zweck, genau dies zu verdecken.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Richtig müsste die Meldung lauten: „die CDU setzt im Kampf gegen das, was die Klimakrise erforderlich macht, auch auf die Verlängerung der AKW-Restlaufzeiten“. Denn mit dem Getöse über die Atomenergie, das die CDU seit Monaten veranstaltet, verdeckt sie vor allem, dass sie alle jetzt dringend notwendigen klimapolitischen Notfallmaßnahmen blockiert oder behindert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die CDU ist nicht soweit. Die Medien sind nicht soweit. Die FDP ist nicht soweit und bremst in der Ampel. Und die Grünen? Sie tragen die FDP-Blockade des Tempolimits mit und lassen Lützerath abbaggern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Selbst die Klimabewegung gibt sich allzu oft im
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/wir-leben-im-verdraengungstheater"&gt;&#xD;
      
           Verdrängungstheater
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            die Ehre – und beruhigt sich dadurch selbst. Das führt im schlimmsten Fall dazu, dass das Problem um Dimensionen zu klein gefühlt und gedacht wird. Verständlich, aber fatal.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir brauchen eine Gesellschaftstherapie
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was wir als Spezies jetzt brauchen, ist eine Gesellschaftstherapie. Eine Antwort auf die kollektive Verdrängung. Ein Prozess der Weiterentwicklung, der uns zur Überlebensfähigkeit bringt. Der Begriff der Gesellschaftstherapie ist erklärungsbedürftig. Von Gesellschaftstherapie können wir erst dann sprechen, wenn sich ganz Deutschland verunsichert fühlt und daher nach Lösungen sucht, mit einer Störung umzugehen. Diese Situation entsteht erst dann, wenn eine Bewegung bzw. Störung derart massiv geworden ist, dass das übliche Ignorieren und Kleinreden der herrschenden Strukturen versagt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2019 gab es diesen Moment infolge der FFF-Proteste, die bis dahin immer größer wurden und immer weitere Kreise der Gesellschaft erfassten. Die Wirkung ist bis heute spürbar und hat viele Länder sanft auf einen stärkeren Klimagerechtigkeitskurs bewegt. Die disruptive Wirkung aber ist inzwischen verblasst. Die global strikes erhalten den Druck aufrecht. Verstören können sie aber nicht mehr.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Verstören der Gesellschaft hat jetzt die Letzte Generation übernommen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Halten wir zunächst fest, um Missverständnisse zu vermeiden: unsere Therapeut:innen kommen nicht aus der Psychologie! Es sind diejenigen, die protestieren und die Proteste organisieren – etwa Lars Werner von der Letzten Generation, den ich
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/wenn-ein-mensch-sich-selbst-verletzt-wuerden-wir-auch-eingreifen-lars-werner-im-interview"&gt;&#xD;
      
           hier
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            dazu befragt habe.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Genausowenig, wie die Gesellschaft genau verstehen muss, was hier passiert, verlangt die Wirksamkeit der Letzten Generation, dass jeder Mensch der Protestgruppe genau erklären kann, wie diese Gesellschaftstherapie funktioniert. Es geht nichts ums Erklären, sondern ums Tun! Und darum, was sich aus diesem Tun ergibt. Die Gesellschaftstherapie ist eine Therapie der Tat. Was die Letzte Generation tut, wird sie weiter tun, selbst dann, wenn sie irrt und ins Leere läuft. Sie wird weiter handeln und die Gesellschaft konfrontieren. Im dynamischen Handeln begriffen lässt sie sich schwer umlenken. Das Bild vom Riesen und der trägen Masse passt auch hier. Das System funktioniert, wie es funktioniert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Leidensdruck ist erforderlich - aber kein Ziel
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der erste Schritt der Gesellschaftstherapie ist also eine massive Störung des Status Quo einer Gesellschaft. Und wenn der Protest einmal auf diese Ebene gehoben wurde? Dann sollte die Konfrontation sorgsamer dosiert werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jede Veränderung beginnt mit ausreichendem Leidensdruck. Doch der Leidensdruck ist nicht das Ziel. Er ist lediglich der Beginn des Heilungsprozesses. Das bedeutet nicht, dass die Konfrontation nur in der ersten Phase notwendig ist. Das Aussetzen der Konfrontation wird immer nur eine Pause sein können. Dabei muss Kommunikation nicht reden und zuhören bedeuten. Auch Aktionsformen können einen kommunikativen Charakter haben. Ein Beispiel: Verkehrsminister Wissing sagte, er könne kein Tempolimit einführen, weil er gar nicht genug Schilder habe. Die Letzte Generation lieferte dem Verkehrsministerium daraufhin 500 Tempo-100-Schilder.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Beharrungskräfte funktionieren – aber wo bleibt die Gesellschaft?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aus dem Blickwinkel der Gesellschaftstherapie betrachtet, können wir uns über die CDU/CSU und die Springerpresse nicht beklagen. Sie haben ihren Part wunderbar übernommen. Indem sie die Rolle des kriminellen Klimaaktivisten ins Verdrängungstheater eingeführt haben, verschafften sie der Letzten Generation überwältigende Aufmerksamkeit. Das (unbewusste) Ziel der Beharrungskräfte war: „Ihr braucht die Botschaften der Letzten Generation nicht zur Kenntnis zu nehmen, weil das Kriminelle sind“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Um die Therapie voran zu treiben, müssen jetzt jene Teile der Gesellschaft reagieren, die des Kriminellen unverdächtig sind. Sie müssen erklären, dass die grundsätzliche Botschaft der Letzten Generation keinesfalls überzogen ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Gesellschaftstherapie kann nicht von einer einzigen Protestgruppe gewuppt werden. Entscheidend ist daher, wie der Rest der Klimabewegung und die engagierten Teile der Gesellschaft auf das Momentum reagieren, das die Letzte Generation geschaffen hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Den Riesen kitzeln
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die träge Masse Gesellschaft hat über viele Jahrzehnte hinweg eine dicke Kruste angelegt. Sie besteht aus Beharrungskräften und Abwehrmechanismen. Reden hilft da wenig. Noch weniger, als andere der Letzten Generation sagen können, was sie tun oder fordern soll, funktioniert das bei der ganzen Gesellschaft.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn aber beispielsweise Union und Springerpresse das tun dürfen, wofür sie wie geschaffen sind, entfalten sie ihre Wirkung und treiben die gesellschaftliche Entwicklung voran. Dazu müssen sie nicht verstehen, was passiert. Sie müssen es nur tun. Daran sieht man gut, wie Gesellschaftstherapie und Verdrängungstheater funktionieren. Störe das System und schaue, was passiert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn es gelingt, den Riesen an der richtigen Stelle zu kitzeln, kann eine kleine Feder enorme Kräfte wecken. Und wenn der Riese in Aufruhr ist, muss man mit ihm reden. Die Feder in der Hand.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 24 Jan 2023 12:55:50 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.wortblockade.de/gesellschaftstherapie-in-der-klimakrise-den-riesen-kitzeln</guid>
      <g-custom:tags type="string">Letzte Generation,Verdrängungstheater,Klimabewegung,Gesellschaftstherapie,Strategie Klimagerechtigkeitsbewegung,Klimakrise</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/laughter-g830bbbf23_640.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/laughter-g830bbbf23_640.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Wir leben im Verdrängungstheater</title>
      <link>https://www.wortblockade.de/wir-leben-im-verdraengungstheater</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;i&gt;&#xD;
    
          Vom „Klimakanzler“ bis zur Klimabewegung: fast alle beteiligen wir uns daran, ein Verdrängungstheater aufzuführen. Gemeinsam trudeln wir dem Abgrund entgegen. Das einzige, was hilft: das Theater zu erkennen und zu handeln. Wie kann das gelingen?
         &#xD;
  &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Verdrängungskanzler
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Olaf Scholz gebührt nicht nur die Kanzlerschaft, er ist auch Spitzenpolitiker im Verdrängungstheater. Verdient hat er sich diese Position durch seine Sätze zur Letzten Generation. Die Protestgruppe sollte ihre Aktionen mal „zu Ende denken“ und sie bitteschön „kreativer“ gestalten, meinte er. Heißt das, der Bundeskanzler würde uns eine entschlossene Klimapolitik präsentieren, wenn nur die Aktionen etwas anders daherkämen?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine absurde Vorstellung. Der Kanzler schreibt ein gewisses Qualitätsniveau für Proteste vor. Sobald es erreicht ist, ändert er seine Politik. Natürlich nicht!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vom kleinen Mann bis zur Diesel-Krankenschwester
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist das Verdrängungstheater, das hier seit Jahrzehnten aufgeführt wird. „Es gibt keine Klimakrise“ – „wir haben noch Zeit“ – „so schlimm wird es nicht“ – „wir können nichts ändern“, sind die Klassiker. Von Zeit zu Zeit geben sich bekannte Nebenrollen die Ehre. „Der kleine Mann“ (muss sich einmal im Jahr seinen Mallorca-Flug leisten können). Die Krankenschwester (fährt einen alten Diesel und wohnt auf dem Land). Der Fusionsreaktor (oder neue oder alte AKW - werden uns mittels „Technologieoffenheit“ retten). Die taz erfand dafür das Wort „Phantomreaktor“. Ein hehrer Versuch, das Verdrängungstheater zu brandmarken. Aber solange so ein Phantomreaktor genügend ernsthafte Fans findet, wird er leider weiter auf der Bühne herumgeistern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und die Union, assistiert von der Springerpresse, führte uns das Kunststück vor, friedliche und mit Namen und Gesicht agierende Menschen der Letzten Generation in eine „Kriminelle Vereinigung“ zur verwandeln. Während sie die „Klima-RAF“ aus dem Hut zaubert, lässt sie die einstigen Schreckgespenster der Fridays For Future als vorbildlich leuchtende Sternchen am Adventshimmel funkeln. Was für eine Dramaturgie!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Physik sollte geduldig sein
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Letzte Generation bezieht sich auf die Wissenschaft und spricht angesichts drohender Kippunkte von 2-3 Jahren, die uns bleiben, um die schlimmsten Auswirkungen der Klimakrise einzudämmen. Die Mitglieder des Bundestags betonen, jedwede Protestaktion müsse selbstverständlich legal sein. Die naheliegende Rückfrage lautet: trauen Sie dem normalen Parlamentarismus zu, in 2-3 Jahren die Kehrtwende einzuläuten? Nie im Leben würden sie dies behaupten! Aber die Frage wird eben nicht gestellt - bzw. nicht beantwortet. Der Held der parlamentarischen Debatte tritt auf, spricht gewaltige Sätze, tritt wieder ab. Das wars. Die nächste, bitte. „Geduld!“ wird gefordert, besonders von Jüngeren. Klingt irgendwie weise. Ist der Physik aber schnuppe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eingeschränkt handlungsbereit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als Meister des Effekts 2022 in der Kategorie Privatperson küre ich indessen einen Zuhörer meines Vortrags zur Klimakrise. Am Ende maulte er: „Ich bin jetzt schon ein wenig enttäuscht. Ich dachte, Sie sagen uns, was man selbst gegen die Klimakrise tun kann!“ Also sage ich (erneut): vorrangig ist die politische Aktion gefragt. „Kommen Sie zur Groß-Demo am Samstag. Nehmen Sie an der Wortblockade teil und schreiben Sie an den Bundeskanzler. Sie können auf Fleisch, aufs Fliegen und aufs Autofahren verzichten, das wäre wichtig.“ Seine Antwort: „Auf Demos gehe ich nicht, das ist nicht so mein Ding. An Olaf Scholz schreibe ich nicht. Fleisch essen, Autofahren und fliegen – mache ich alles weiter.“ Und dann noch: „Das ändert doch nichts, wenn ich das nicht mehr mache.“ Meine Entgegnung: „Wenn Sie jetzt aufstehen und sagen, okay, ich verzichte auf Fleisch, Fliegen, Autofahren, dann wird das hier im Saal alle enorm beeindrucken. Sie werden es weiter erzählen, es wird sich herumsprechen. Ich werde es veröffentlichen!“ Aber das hat nichts verändert. ER WILL NICHT.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist wie beim Kanzler mit seiner perfekten Protestaktion, bei der FDP und ihrem Phantomreaktor, bei der Union und ihrer Klima-RAF, bei den MdBs und ihrem Parlamentarismus. Es ist ganz schlicht und einfach: SIE WOLLEN NICHT. Stattdessen führen sie ein Verdrängungstheater auf, um anderen und sich selbst etwas vorzugaukeln. Ihre Selbstinszenierung: eigentlich sind wir Heldinnen und Helden, nur leider halten uns widrige Umstände davon ab, echte Taten zu vollbringen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Verdrängungstheater der Klimabewegung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Angesichts unserer schrecklichen Situation grassiert das Verdrängungstheater auch mitunter in der Klimabewegung. Warum auch nicht, wir sind auch Menschen! Aber selbstkritisch. Deshalb schauen wir uns die Elemente unseres eigenen Schauspiels und seiner Unzulänglichkeit mutig an.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Viele kleine Schritte
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die große Dimension verleugnend laben wir uns an den vielen kleinen Schritten, die doch überall zu beobachten sind. Nur: wir müssen aus dem Kapitalismus aussteigen und zum grünen Schrumpfen wechseln. Das ist die Dimension, um die es geht. Und zwar jetzt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Selbstwirksamkeitsillusion
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           "Ich habe neulich mit xy gesprochen - die wollen jetzt zur Demo kommen!". "Der Vortrag gestern lief total gut!" Scheinbar überall ist Bewegung in der richtigen Richtung. Ja. Wer etwas bewegt, fühlt sich selbst wirksam, das ist wichtig. Nur: mit Blick aufs Große Ganze muss das leider ganz anders eingeordnet werden. Die Klimabewegung ist um Dimensionen stärker, als vor ein paar Jahren. Aber die Kippunkte sind leider auch sehr viel näher und kommen rasend schnell daher.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Ins Fühlen kommen“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unter uns Psycholog:innen besonders beliebt. Wir übertragen unsere Erfahrungen in der Therapie  auf die Gesellschaft. Haben die Menschen in den letzten Jahrzehnten einfach zu wenig gefühlt, um die Klimakrise ernst genug zu nehmen? Hat sich da niemand mit Psychologie ausgekannt und die Menschen ins Fühlen gebracht?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mehr werden
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir müssen einfach nur mehr werden. Würden sich nicht Hunderte auf die Straße setzen, sondern viele Tausend, wäre das schon ein ganz anderer Schnack. Richtig. Aber wie war das noch mit den 1,4 Millionen und dem Klimapäckchen? Klar, lasst es uns trotzdem versuchen. Qualität alleine genügt nicht. Macht ist ein politisches Element - aber reicht nicht aus. Wegen freier Entscheidung und so (s.u.).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zukunftsvorstellungen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hätten wir nur konkretere Ideen der neuen Öko-Welt, die uns erwartet. Wir wissen, wie es ist, im Bioladen einzukaufen oder durch die Natur zu spazieren. Noch stärker wirkt es, ein ganzes Ökodorf zu erleben. Warum nur sind trotzdem Millionen Menschen derart mit ihren entfremdeten Lebensstilen verwachsen und wollen sie einfach nicht aufgeben? Wo es doch so viel Besseres gibt?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Realexperimente
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Einfach mal anfangen und die Dinge umgestalten. Nichts wirkt so sehr, wie das Beispiel! Ja, das bringt etwas - und schadet nichts. Das stört den Lauf des Kapitalismus nicht, wenn wir im Kleinen unsere Experimente betreiben. Deswegen lassen uns die Kapitalismus-Fans ja auch machen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ausbruch aus dem Verdrängungstheater
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wollen wir dem Ganzen entfliehen, müssen wir von außen auf das Theater blicken. Wir müssen realisieren, was zum Theater gehört, als Rolle, Requisit, Inszenierung. Es ist fast alles. Wir müssen der Realität bestmöglich ins Auge schauen: „sie“ wollen nicht! Es drängt aber. Wir stehen kurz vor dem irreversiblen Auslösen wichtiger Kippunkte. Wir brauchen einen Plan. Und einen Bezugspunkt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Als Plan habe ich (zusammen mit Lars Werner) die
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/kleben-und-reden-die-gesellschaftstherapie-der-letzten-generation"&gt;&#xD;
      
           Gesellschaftstherapie
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            vorgeschlagen, die die
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/wenn-ein-mensch-sich-selbst-verletzt-wuerden-wir-auch-eingreifen-lars-werner-im-interview"&gt;&#xD;
      
           Letzte Generation angezettelt
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            hat. Während die Gruppe scheinbar auf direkte Wirkung setzt, könnte sie indirekt wirken und uns aus dem Verdrängungstheater befreien.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Als Bezugspunkt schlage ich die Weiterentwicklung der Menschheit vor. Um das konkreter zu machen, können wir uns die
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=CCkhAMPlIZY" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Forschung zur Ich-Entwicklung anschauen
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . Da lernt man zum Beispiel
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Inhalt ist etwas anderes als Struktur (ähnlich können wir das Verdrängungstheater durchschauen)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Weiterentwicklung ist jederzeit möglich
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Man kann die Tür aufhalten – durchgehen müssen Menschen von alleine
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wie sich Erwachsene entwickeln, zu mehr Komplexität, reicherem Innenleben (Abkehr vom Konsum), größerem Weitblick, mehr zum Wir ist empirisch erforscht und kann uns inspirieren
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zum Abschluss: Ich bin sicher, dass Sie nun lieber zu ihrem Lieblings-Verdrängungsmechanismus zurückkehren. Oder sollte ich mich gar täuschen? Das würde ich gern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 20 Dec 2022 09:39:52 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.wortblockade.de/wir-leben-im-verdraengungstheater</guid>
      <g-custom:tags type="string">Olaf Scholz,CSU,Letzte Generation,SPD,Kritische Umweltpsychologie,Gesellschaftstherapie,FDP,CDU,Verdrängungstheater,Klimabewegung,Bundeskanzler,Klimapolitik,Klimapsychologie</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/ballet-don-quijote-g7bd12c521_1280.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/ballet-don-quijote-g7bd12c521_1280.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>„Wenn ein Mensch sich selbst verletzt, würden wir auch eingreifen“ – Lars Werner im Interview</title>
      <link>https://www.wortblockade.de/wenn-ein-mensch-sich-selbst-verletzt-wuerden-wir-auch-eingreifen-lars-werner-im-interview</link>
      <description>Interview mit Lars Werner, Vollzeit-Aktivist bei der Letzten Generation und Gesellschaftstherapeut zu seiner Sicht der Gesellschaftstherapie.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Du bist Vollzeit-Aktivist und Gesellschaftstherapeut. Was machst du?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich blockiere Straßen, habe auch schon Pipelines abgedreht. Hauptsächlich mache ich mir aber Gedanken, wie wir die kollektive Verleugnung überwinden. Die Verleugnung der existentiellen Bedrohung, in der wir stehen. Dazu schule ich Menschen in Gewaltlosigkeit. Wenn wir nicht friedlich vorgehen, sinken die Chancen gegen null, dass da etwas Besseres entsteht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Beim einzelnen Menschen erwarten wir eine grundlegende Veränderung dann, wenn Konfrontation und Akzeptanz (Wertschätzung) zusammenkommen. Passt das auch für die Gesellschaftstherapie?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ja, das passt. Das ist genau der Ansatz, den wir verfolgen. Das Unterbrechen des Alltags ist die Konfrontation mit der Verleugnung. Und gleichzeitig wollen wir eine akzeptierende Haltung einnehmen. Wir sagen ganz explizit nicht zu den Leuten auf der Straße, „du bist schuld“. Sondern adressieren die Regierung und sagen: „wir sitzen hier alle gemeinsam drin“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das ist ja was sehr Therapeutisches. Wir handeln als Gesellschaft so, dass wir uns selbst vernichten. Das ist die Ausgangslage. Wenn wir einen Menschen haben, der drauf und dran ist, sich selbst zu vernichten, durch Selbstverletzung zum Beispiel, dann würden wir auch eingreifen. Auch wenn der das gar nicht will in dem Moment. Dann würden wir mit einer akzeptierenden Haltung handeln und versuchen, der Person zu helfen. In dem Glauben daran, dass wir leben wollen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vor ein paar Monaten dachte ich noch: die LG könne konfrontieren, andere könnten akzeptieren. Heute bin ich überzeugt, dass beide Rollen in einer einzigen Gruppe zusammenkommen müssen. Wie ist deine Meinung?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ja, das würde ich auch so sehen. Das muss Hand in Hand gehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn wir von der Grundformel „Kleben und Reden“ ausgehen: muss das Reden da nicht stärker betont werden?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da würde ich zustimmen. Wir versuchen bereits, mit allen in den Dialog zu gehen und die Leute mitzunehmen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aktionen wirken immer stärker als Worte. Also am Beispiel: Autofahrer:innen werden im Alltag blockiert. Das ist die Aktion. Der „Begleit-Text“ der LG ist: wir meinen gar nicht euch, sondern die Bundesregierung. Da wirkt doch die Blockade viel stärker, oder?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ja, eine Blockade wirkt in diesem Moment richtig stark. Für mich persönlich sind die Straßenblockaden auch wirklich schwierig, weil ich mit den Leuten mitfühle. Ich halte mich dann an den Leitspruch des Therapeuten Yalom: „das Eisen schmieden, solange es kalt ist“. Das heißt hier: das Reden kommt erst hinterher, wenn durch die Konfrontation der Diskussionsraum eröffnet wurde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/2022_07_04_Strassenblockade_Beusselstrasse-scaled+Lars.jpg" alt="Straßenblockade, Lars Werner hält mit einer Mitstreiterin ein Banner: &amp;quot;Nordseeöhl? Nö!&amp;quot;, davor liegt ein weiteres, links hinten weitere Blockierende und Banner, dahinter Polizist:innen"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Meine Beobachtung bei Blockaden ist: wenn ich den Autofahrer:innen sage, dass wir das hier alle scheiße finden, auch die Leute, die blockieren, sind die schon runtergekühlt. Dann kann man mit denen schon reden. Außerdem frage ich sie, ob sie eine bessere Idee haben, wie wir aus der Klimakrise kommen. Das geht. Sollten zu zehn Leuten, die blockieren, mindestens zehn Leute kommen, die reden?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ja, ich hatte vor allem an die gedacht, die das am schlimmsten finden. Aber viele sind gar nicht so aufgebracht. Dann kann man schon auch vor Ort reden. In München ging das schon in der Richtung. Da waren Menschen bei der Blockade, da wurde schon diskutiert, warum das jetzt hier stattfindet. Es könnte Redebeiträge geben, man kann Miteinander ins Gespräch kommen. Das Ganze wird zu einem gesellschaftlichen Ereignis. Das kann ich mir sehr gut vorstellen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dazu auch Aktionen, die an sich schon dialogisch angelegt sind? Als beispielsweise an Herrn Wissing die 500 Tempo-100-Schilder geliefert wurden, ging das in dieser Richtung. Das war eine Reaktion auf seine Behauptung, für ein Tempolimit würden die Schilder fehlen. Letztlich kann nur der Dialog in der Gesellschaft wirken, oder?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ja, da stimme ich zu.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Von der Individualtherapie wissen wir: Therapeutinnen und Therapeuten können Konfrontation und Akzeptanz noch so professionell und kunstvoll kombinieren, am Ende entscheiden die Menschen aus freien Stücken, ob sie sich ändern wollen. Wie siehst du es, kann man das für die Gesellschaftstherapie übertragen? Gilt hier auch dieses „freiwillig“ als einzige Option?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ja, auf jeden Fall. Wir wollen niemanden erpressen oder zu etwas zwingen. Das können wir auch gar nicht, weil wir zu wenige sind und weil wir keine Gewalt ausüben. Was stattdessen passiert: wir geben uns hin, wir können abführt und verhaftet werden. Wir sagen einfach nur, was wir machen und machen das. Und dann ist die Gesellschaft vollkommen frei darin, sich zu entscheiden, was sie mit dieser Einladung machen möchte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vielen Dank für das Gespräch!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Lars Werner ist studierter Psychologe und in der Ausbildung zum Psychotherapeuten. Seit der Gründung der Protestgruppe „Letzte Generation“ ist er dort Aktivist und Mitglied des erweiterten Strategieteams. In München war er wegen zwei Straßenblockaden 23 Tage in Gewahrsam.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Beitrags(haupt)foto: Stefan Müller
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Eine Beschreibung der
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gesellschaftstherapie aus Sicht des Interviewers
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            findet sich
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/kleben-und-reden-die-gesellschaftstherapie-der-letzten-generation"&gt;&#xD;
      
           hier
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 09 Dec 2022 15:59:21 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.wortblockade.de/wenn-ein-mensch-sich-selbst-verletzt-wuerden-wir-auch-eingreifen-lars-werner-im-interview</guid>
      <g-custom:tags type="string">Letzte Generation,Lars Werner,Gesellschaftstherapie,Klimakrise</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/51678606888_ba9fb40a1f_o+Lars.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/51678606888_ba9fb40a1f_o+Lars.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>„Kleben und Reden“ -  die Gesellschaftstherapie der Letzten Generation</title>
      <link>https://www.wortblockade.de/kleben-und-reden-die-gesellschaftstherapie-der-letzten-generation</link>
      <description>Die Protestgruppe "Letzte Generation" hat eine Gesellschaftstherapie angezettelt - so die These des Beitrags. Hier wird diese These beschrieben.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Protestgruppe „Letzte Generation“ hat eine Gesellschaftstherapie angezettelt. Das ist bisher kaum verstanden worden. Kann die Therapie einer ganzen Gesellschaft funktionieren? Oder ist diese Idee nicht allzu verwegen?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Akute Selbstgefährdung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Woran leiden wir? Objektiv gesehen ist unsere Zivilisation durch Klimakrise, Artensterben und Überkonsum bedroht. Wobei wir uns durch unser eigenes Verhalten selbst gefährden und erst in diese Lage gebracht haben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie es dazu kam, ist schnell erzählt. Die Erfindung des Kapitalismus hat uns globalen Reichtum beschert. Dieser war stets schlecht verteilt, aber führte dennoch zum Anwachsen der ganzen Menschheit. Dabei hat er Menschen reich und einflussreich gemacht. Sie sehen keinerlei Grund dafür, irgendwas am System zu ändern. Und die überwiegende Anzahl an Menschen in den Industrieländern gehört ebenfalls zu den Gewinnerinnen - und sieht dies dementsprechend ähnlich. Das gilt, solange es noch irgendwie weiterzugehen scheint und die Lage für sie einigermaßen kontrollierbar wirkt. Ohne Störung dieses stillschweigenden Einverständnisses geht es so weiter - in den Abgrund.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Notwendig ist ein radikaler Umschwung – dies hat die Wissenschaft eindeutig festgestellt. Aber wie kommen wir dahin?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Störungen sind notwendig
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die konsequente Störung gewohnter Abläufe ist das, was die Letzte Generation am meisten auszeichnet. Damit erzeugt sie eine Art Leidensdruck der Gesellschaft: der notwendige Beginn des therapeutischen Prozesses.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Menschen in Deutschland zu fragen, wie sie Straßenblockaden oder das Bekleckern von Glasscheiben vor Kunstwerken finden, ist dementsprechend weitgehend sinnfrei. Konfrontation und Störung sind notwendig und dürfen und können gar nicht gefallen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Frage an die Letzte Generation muss stattdessen lauten: wie verbindet ihr die Konfrontation mit Akzeptanz/Wertschätzung? Denn das ist der zweite, notwendige Bestandteil der Gesellschaftstherapie.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dialog als Ziel
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als weiteres Moment kommt dazu: das Ziel der Gesellschaftstherapie muss immer der Dialog sein – denn Menschen ändern sich nur freiwillig. Äußere Umstände sind nie hinreichend, um bestimmte Handlungen zu verursachen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Man denke an Menschen, die noch in der Extremsituation eines Konzentrationslagers auf Sinnsuche waren. Die sich zu einem Hungerstreik entschließen. Die schwerst an Lungenkrebs erkrankt weiterrauchen. Die sich suizidieren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Keine äußeren Bedingungen können uns also zu etwas zwingen: so gilt auch für Gesellschaft und Politik bzw. die Gesellschaftstherapie: nur der Dialog führt zum Ziel.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aufmerksamkeit und Beharrlichkeit sind notwendig
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die erste Phase der Gesellschaftstherapie ist gekennzeichnet durch das Erlangen großer Aufmerksamkeit. Fridays4Future glückte dies vor ein paar Jahren mit Schulstreiks und Massenprotesten. Die Letzte Generation mit ihren radikaleren Aktionen gelangte mit sehr viel weniger Menschen dahin. Ihre Aktionen sind in aller Munde. Nur wenn diese Dimension gegeben ist, können wir von einer Gesellschaftstherapie sprechen!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die politische Aktion kreiert einen Modus, in dem sich die Gesellschaft ihrer selbst vergewissert, die Beharrungskräfte herausgefordert sind und die Frage ist, ob sie moralisch und diskursiv bestehen können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dazu ist die Beharrlichkeit der Störenden erforderlich. Jeden Freitag auf die Straße und alle paar Monate einen immer noch größeren global strike - so klappte es bei Fridays4Future. Ständig wiederkehrende Blockaden, das Verbrennen eines Kinderwagens vom Kanzleramt uvm. waren Aktionen der Letzten Generation.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Nur wenn die Gesellschaftstherapeut:innen vielfältig agieren und nicht locker lassen, kommt der gesellschaftstherapeutische Prozess in Gang. Demonstrations- und Aktionsroutinen sind hingegen Gift für ein Fortkommen. Schließlich ist die "alte" Gesellschaft stets bemüht, die Störungen zu verschlingen und in einen geordneten Verdauungsprozess zu überführen (via Kriminalisierung oder Umarmung).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein natürlicher Bestandteil des Prozesses ist es, wenn die konservative Seite mit maximaler Erregung reagiert. Sie denkt, sie arbeitet damit gegen die Störungen – doch in Wahrheit trägt sie damit zu ihrem Erfolg bei. Da sie jedorch gar nicht anders kann, als genau so zu reagieren, ist auf sie Verlass.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kollektive Selbsttäuschung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wenn ich behaupten würde, dass zur Zeit viel über die Letzte Generation und ihre Aktionsformen diskutiert wird, würde ich wohl langweilen - denn das scheint allen maximal klar. Was ich jedoch behaupte: es passiert etwas völlig anderes!
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir diskutieren weder über die Inhalte noch über die Aktionen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            All die
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            scheinbaren
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Debatten dienen einem völlig anderen Zweck. Die Letzte Generation stört unser Leben und noch viel mehr unser
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Selbst- und Weltbild,
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            auf dem wir unser Leben aufbauen und in das wir alle Informationen einsortieren. Zu unserem Selbst- und Weltbild gehört es, dass wir gute Menschen sind. Das gilt unabhängig davon, was wir tatsächlich tun – leider.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir würden nie, so sehen wir uns selbst, andere Menschen gefährden. Auch nicht die im globalen Süden. Wir würden aufstehen und handeln und aktiv für Frieden, Freiheit und Wohlsein eintreten. Und auf jeden Fall und unbedingt aber sind wir gute Eltern und sorgen für unsere Kinder und Kindeskinder.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Fakten sprechen eine andere Sprache. Die Klimaforschung zeigt uns die hässliche Fratze unseres Lebensstils auf. Und die Letzte Generation stößt uns mit der Nase darauf. Weder Winter noch Schnee halten sie auf. Sie werden beschimpft und mitunter körperlich attackiert. Sie nehmen Geld- und Haftaufenthalte auf sich. Ihre stille Anklage trifft uns im Innersten: können wir wirklich behaupten, genug zu tun, mit unserem Weiterso?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Es geht also um uns selbst. Um unser Bild von uns selbst. Die Letzte Generation stellt uns vor die Herausforderung zu klären, wie wir uns als gute Menschen begreifen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           und trotzdem
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            alles im Wesentlichen genau so weitermachen können, wie bisher.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir täuschen uns radikal darin, was Protestbewegungen sind und mit uns machen. Die ganze Klimabewegung und sogar die Gesellschaftstherapeut:innen selbst können sich noch klarer werden, wo wir stehen und was jetzt zu tun ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was Gesellschaftstherapie nicht ist
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Eine kleine, einzelne, ignorierbare Aktion
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Eine Kampagne von überschaubarer, kürzerer, begrenzter Dauer
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Versuch, ein Thema zu setzen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Versuch, Politik auf direktem Wege zu beeinflussen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Eine Aktionsform oder Bewegung, die gelobt und begrüßt wird
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Eine Vorstufe zur Gewalt
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was Gesellschaftstherapie ist
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Unignorierbar
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Stetig, fortlaufend
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Störung der Abläufe
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Feststehende Botschaft, flexible Aktionen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Gegenwehr der Gesellschaft ist Teil des Prozesses
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Psychisch-soziale Herausforderung für die gesamte Gesellschaft
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auswege für die Gesellschaft werden kommuniziert
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Zielpersonen (Entscheider:innen) werden in ihrer Eigenverantwortung akzeptiert
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Alle Störung und Aktion sind nur Mittel zum Zweck des Dialogs und der gemeinsamen, demokratischen Gestaltung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ---
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Anmerkung 1: Den Begriff "Gesellschaftstherapie" habe ich von Lars Werner übernommen. Siehe dazu auch da Interview mit ihm
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/wenn-ein-mensch-sich-selbst-verletzt-wuerden-wir-auch-eingreifen-lars-werner-im-interview"&gt;&#xD;
      
           hier
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Anmerkung 2: Dem Text hier liegt nicht zuletzt die Übertragung von Elementen des Modells der Ich-Entwicklung zugrunde, worüber ich
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=CCkhAMPlIZY" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           hier
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            spreche
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 09 Dec 2022 15:58:32 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.wortblockade.de/kleben-und-reden-die-gesellschaftstherapie-der-letzten-generation</guid>
      <g-custom:tags type="string">Letzte Generation,Gesellschaftstherapie</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/Hauptbahnhof-2-scaled+Gesellschaftstherapie.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/Hauptbahnhof-2-scaled+Gesellschaftstherapie.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Klimakrise: Was Menschen an den Bundeskanzler schreiben</title>
      <link>https://www.wortblockade.de/klimakrise-was-menschen-an-den-bundeskanzler-schreiben</link>
      <description>Klimapolitik-Kampagne Wortblockade, Projekt #BitteAnOlaf. Menschen schreiben an den Bundeskanzler Olaf Scholz, wie es ihnen mit der Klimakrise geht, was sie selbst tun und was sie sich von der Politik wünschen. Der Blogbeitrag beschreibt einige der abgegebenen Statements.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;i&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    
          Menschen haben an Olaf Scholz geschrieben, um ihre persönliche Sicht auf die Klimakrise mitzuteilen und ihre Forderungen an den Bundeskanzler zu richten. Es sind sehr lesenswerte, betroffen machende und aufrüttelnde Texte entstanden.
         &#xD;
  &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Keine Scheu vor Verzicht fürs Klima
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das Projekt #BitteAnOlaf fragt im Rahmen der Klimapolitik-Kampagne #Wortblockade unter anderem danach, was Menschen persönlich gegen die Klimakrise tun. Immer nur auf andere zu zeigen („Aber die Chines:innen …“) sollte der Vergangenheit angehören, so die Idee.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Voraussetzung für die Teilnahme ist es aber keineswegs, privat vorzulegen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            So wäre auch beispielsweise folgende Antwort möglich: „Die Politik sollte sich bewegen!“. Oder auch: „Ich lebe privat wie ich mag, aber engagiere mich politisch. Darin liegt der größere Hebel!“ Wer derlei schriebe, hätte die Fakten auf seiner Seite. Der Footprint-Rechner wurde populär, nachdem sich der
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.adweek.com/brand-marketing/bp-coloring-public-opinion-91662/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Mineralölkonzern BP mit einer Werbeagentur
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            beraten hat (
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://mashable.com/feature/carbon-footprint-pr-campaign-sham/?europe=true" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           vgl.
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Fragestellung des Mineralölkonzerns BP war: wie lenken wir am besten von den eigenen Geschäften ab und verlagern die Auseinandersetzung ums Klima ins Private?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Hinzu kommt: In einem Industrieland wie Deutschland sind die Mittel einzelner Menschen begrenzt. So konnten in einem
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.klimareporter.de/gesellschaft/how-low-can-you-go" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Feldversuch
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Berlinerinnen und Berliner trotz hoher eigener Ambitionen und wissenschaftlicher Hilfestellung ihren persönlichen CO
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;sub&gt;&#xD;
      
           2e
          &#xD;
    &lt;/sub&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            -Abdruck auf lediglich 7,8 t drücken. Der Grund:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           allein die öffentlichen Strukturen eines reichen Industrielandes wie Deutschland belasten das persönliche Konto jedes hier lebenden Menschen erheblich
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Teilnehmer:innen bei der Wortblockade scheuten indessen nicht davor zurück, ihren eigenen Lebensstil der existentiellen Krise entsprechend anzupassen! Viele fliegen nicht mehr, fahren kein Auto, essen kein Fleisch mehr. So auch Judith Blättler, Studentin der Agrarwissenschaften, die sich zudem politisch engagiert:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/Judith.PNG" alt="&amp;quot;Ich selbst trage z.B. schon Folgendes zur Lösung der Krisen bei: (dann: handschriftlich): Ernährung: saisonal, regional, überwiegend vegan, vegetarisch und unverpackt. Ich schicke ihnen diesen Brief auf Schmierpapier, Ich fahre nur Fahrrad &amp;amp; ÖPNV Ich setze mich innerhalb meiner Hochschule und hochschulübergreifend für nachhaltige Lehre, Lebensstile und gesellschaftliche Teilhabe ein."/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die IT-Projektleiterin und Fleischliebhaberin Birgit hat ihr Verhalten umgestellt - obwohl das keineswegs ihren persönlichen Vorlieben entspricht:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/Birgit.PNG" alt="Scan handschriftlich: &amp;quot;Ich esse kaum noch Fleisch (als Fleischliebhaberin) und wenn nur Bio-Fleisch. Ich erledige mehr mit dem Fahrrad, achte beim Einkauf auf Bio-Produkte und weniger Abfall. Fürchte aber damit kaum einen Unterschied zu machen."/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Zweifel, die sie am Schluss ihres Statements äußert, ob ihre persönlichen Konsequenzen überhaupt etwas bringen, sind leider berechtigt: wenn die Politik sich nicht bewegt, haben wir keine Chance!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was die Klimakrise mit uns macht
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Einige der Antworten auf die Frage, wie es den Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit der Klimakrise geht, dürften die meisten, die sie lesen, heftig durchrütteln. So zum Beispiel die nüchternen Worte von Ben. Obwohl er erst 21-Jahre alt ist, engagiert er sich schon seit einigen Jahren für Klimagerechtigkeit. Heute schreibt er darüber, dass seine Hoffnung schwindet, welche drastischen Schlüsse er privat zieht und worüber er trauert:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/Ben.PNG" alt="&amp;quot;Und inzwischen geht mir die Hoffnung, dass wir das Ruder noch herumreisen, aus. Ich mache mir Sorgen um meine Zukunft, ich verabschiede mich von dem Gedanken, Kinder zu kriegen und ich kämpfe täglich mit der Trauer um die, die es schlimmer mit der Klimakrise trifft als mich."/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kaum zu ertragen sind auch die Schilderungen der Eltern, die sich um ihre Kinder und Enkel sorgen. So zum Beispiel eine junge Mutter, die versucht, ihren 8-Monate alten Sohn zu schützen, wie es jede Mutter versuchen würde. Doch in Sachen Klimakrise sind ihr durch die weithin ungenügende Politik die Hände gebunden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/Luca.PNG" alt="Scan eines Textes: &amp;quot;So geht es mir persönlich mit den ökologischen Krisen: (dann handschriftlich): &amp;quot;Mr macht die steigende Hitze im Sommer zu schaffen. Ich habe Angst um unser aller Zukunft, insbesondere um die meines 8-monatigen Sohnes, der nichts zur Klimakrise beigetragen hat, aber die vollen Auswirkungen (Naturkatastrophen, Flüchtlingskrisen, Kriege, Wasserknappheit ..) zu spüren bekommen wird, wenn sich das Verhalden der Menschheit (insb. fossiler Raubbau) nicht schnellstmöglich und drastisch ändert.&amp;quot; (daneben die nächste Frage in Druckbuchstaben &amp;quot;Ich selbst trage z.B. schon Folgendes zur Lösung bei:)"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schwer erträglich ist auch das Beispiel von Dr. Ingo Kerkamm. Der Geo-Wissenschaftler und  Vater von vier Kindern engagiert sich selbst maximal. Sowohl per Anpassung des Lebensstils, als auch politisch. Wenn man seine Wort liest, möchte man Herrn Scholz fragen: "Hören Sie diese Menschen rufen?"
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/Ingo.PNG" alt="So geht es mir persönlich mit den ökologischen Krisen: &amp;quot;Ich kann meine Freizeit und Ruhe kaum noch genießen, da ich immer denke: &amp;quot;Hast du genug getan? Wenn du jetzt faul rum sitzt, werden deine Kinder keine intakte Zivilisation mehr haben&amp;quot;. Also engagiere ich mehr, als es körperlich und psychisch gut für mich wäre&amp;quot;."/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Einen erschreckenden Rückblick auf die untätige Politik der letzten Jahrzehnte wirft auch der Physiker Dr. Hartmut Voigt. Er sagt, vor allem der Klimawandel, den er seit 1985 kommen sah, habe ihn sehr belastet. Heute hat er zwei Enkel, um deren Zukunft ihm "Angst und Bange" ist, wie er schreibt:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/Dr.+Hartmut+Voigt.PNG" alt="&amp;quot;Ich habe 2 Enkel, wenn ich an deren Zukunft denke, wird mit Angst und Bange: Dürren, Hitzeperioden, Starkregen, Meeresspiegelanstieg, Ozeanversauerung, Korallensteerben [sic], Artensterben und in der Folge Menschenmassen, die aus ihren angestammten Lebensbereichen fliehen müssen, weil dort kein Leben mehr möglich ist ... Wie sollen unsere Enkel da auch nur ein wenige [sic] Wohlstand erhalten, ein einigermaßen angenehmes Leben führen können?"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das Dramatische ist: ein rationaler Blick auf die Klimaphysik und die weltweite Klimapolitik können die Mütter und Väter nicht beruhigen. Ganz im Gegenteil:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Je stärker man die Ratio einbezieht und die wissenschaftlichen Fakten sichtet, desto trüber werden die Aussichten!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Diplompsychologe und Psychotherapeut benutzt dafür den Begriff „Realangst“. Er wirft bereits jetzt einen Blick darauf, wie es vermutlich in Zukunft in den psychotherapeutischen Praxen der Republik aussehen wird:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/Norbert.PNG" alt="Scan: &amp;quot;Ich bin verheiratet (ein Sohn), Diplom-Psychologe und zusammen mit meiner Frau niedergelassener Psychotherapeut für Erwachene Kinder und Jugendliche in Bad Dürkheim und {ab hier gelb unterlegt]gerade in letzter Zeit &amp;quot;schwappt&amp;quot; das Thema Klima und Angst vor dem Überleben immer mehr hinein in die Praxis, die eigentlich dafür da ist seelische Krankheiten zu kurieren. Doch Angst vor dem [sic] Klimaveränderung ist keine Krankheit, sondern eine Realangst und die wird dadurch verstärkt, dass die Menschen erleben, dass die, die die großen Hebel in der Hand haben (u.a. Sie als Bundeskanzler), nicht die Dinge tun, die das Problem wirklich beheben würden.&amp;quot;"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Forderungen an den Bundeskanzler
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was fordern die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Olaf Scholz? Die Kampagne versteht sich auch als Demokratie-Update. Sowohl, indem sie Menschen ermuntert und empowert, sich direkt an den mächtigsten Politiker im Staat zu wenden. Als auch, indem sie keine konkreten Forderungen vorgibt (wie z.B. bei Petitionen). Es wird "nur" generell eine „politische Zeitenwende fürs Klima“ verlangt – denn dies ist schlicht die Dimension, die es jetzt braucht, nachdem adäquate Maßnahmen über Jahrzehnte hin ausgeblieben sind.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neben einzelnen umgrenzten Forderungen werden auch allgemeine Vorstellungen geäußert (beispielsweise eine Politik, die sich konsequent an einem fairen CO
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;sub&gt;&#xD;
      
           2
          &#xD;
    &lt;/sub&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           -Restbudget ausrichtet). Im folgenden Beispiel richtet die Designerin Nico die Bitte an Olaf Scholz, die "Wahrheit ganz klar auszusprechen", um dann konkrete Forderungen wie die Einführung des Tempolimits anzufügen:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/Nico.PNG" alt="Scan: &amp;quot;Politisch wünsche ich mir zuallererst von Ihrer Politik konkret: [dann handschriftlich, erster Halbsatz rot unterstrichen] Die ganze Wahrheit über die Klimakatastrophe ganz klar auszusprechen und entsprechend zu handeln. Schneller Ausbau erneuerbarer Energien. Kohle und Gasausstieg. 9-Euro Ticket sofort wieder einführen. Ausbau ÖPNV auch in ländlichen Gebieten. Tempolimit (100 km/80km). Verbot von Massentierhaltung. Gesetz gegen Lebensmittelverschwendung. Flüge besteuern und Inlandsflüge verbieten. Stuttgart, 5.9.2022 Nico"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Besondere an der klimapolitischen Kampagne "Wortblockade" drückt sich in einer Formulierung der Diplom-Psychologin, Psychotherapeutin und Mutter Jessica Meininger aus. Nachdem sie ihre Forderungen jeweils mit Ausrufezeichen versieht, endet sie aufmunternd und freundlich: „Wir vertrauen Ihnen, bitte nutzen Sie das! Vielen Dank.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/Jessica.PNG" alt="Scan: &amp;quot;Politisch wünsche ich mir zuallererst von Ihrer Politik konkret: [danach handschriftlich] Tempolimit einführen! Klimaschutz als 1. Priorität bei allen Entscheidungen mitdenken! Nutzung fossiler Energien massiv abbauen, nicht weiter ausbauen, Ausbau erneuerbarer Energie! Jeden Tag mindestens 1x über das Klima reden! Wir vertrauen Ihnen, bitte nutzen Sie das! Vielen Dank. Göttingen, 28.08.22"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 20 Oct 2022 10:42:03 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.wortblockade.de/klimakrise-was-menschen-an-den-bundeskanzler-schreiben</guid>
      <g-custom:tags type="string">Olaf Scholz,#BitteAnOlaf,Klimagefühle,Statements,Klimakrise,Bundeskanzler,Wortblockade</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/DSC08148-ganz-okay-komp.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/DSC08148-ganz-okay-komp.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Start der klimapolitischen Kampagne „Wortblockade“</title>
      <link>https://www.wortblockade.de/start-der-klimapolitischen-kampagne-wortblockade</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  
         Kräftiger Rückenwind von den klimapolitischen Gruppen Stuttgarts
         &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wow, das war schön, heute mit so vielen Menschen verschiedener klimapolitischer Gruppen Stuttgarts die neue Kampagne „Wortblockade“ eröffnen zu können!
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Viele Klimagruppen vertreten
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vertreterinnen und Vertreter der Scientists4Future, Parents4Future (Stuttgart, Esslingen), Teachers4Future und Psychologists4Future, Klimaentscheid Schorndorf und der Nachhaltigkeitsinitiative der Uni Hohenheim gaben ebenso Rückenwind für die Kampagne, wie die Aktionsgruppen der Extinction Rebellion und des „Aufstands der Letzten Generation“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch diejenigen, die sonst eher für provokative Aktionsformen stehen, konnten sich für den „anderen Aspekt“ der Wortblockade erwärmen. Die Grundannahme der Kampagne ist es, auf Kommunikation und gegenseitiges Verständnis zu setzen. Auch wenn sich die Kampagne der These anschließt, dass ohne Druck wohl kaum etwas passieren würde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Pointierte Schilder
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/DSC08187_Copyright_Chirstoph-Burger_frei-nutzbar-CCO-komp.JPG" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Unser Beitrag steht – Ihre Politik fehlt“, stand auf einem Schild und fasste gut zusammen, worum es bei der Wortblockade geht: eine neue Verbindung von Persönlichem und Politik. Adressat ist Olaf Scholz, wie es auch der Hashtag #BitteAnOlaf klarmacht. Charakteristisch für die Wortblockade ist dieses „Bitte“. Die Kampagne „fordert“ nichts. Denn es geht ums Überleben der Menschheit, wie kann man dieses Anliegen gegen andere politische Forderungen stellen?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Kampagne stellt sich insofern quer, denn gerade die Machtlogik scheint ein Kernelement in der Politik zu sein: wer keine Massen mobilisiert, wird nicht gehört. Dabei ist unerprobt, welche Menge Menschen denn genügen würde. 1,4 Millionen sind es in Deutschland offensichtlich nicht, wie das müde Klimapäckchen vom Herbst 2019 bewies.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            „Bisher haben die Fossilkonzerne gewonnen – und jetzt, Herr Scholz?“ machte ein Schild ein Fass auf. Denn schon 1982 beschrieben die Wissenschaftler:innen des Fossilkonzerns Exxon Mobile eine Entwicklung, die bis heute anhält – ungeachtet der zahllosen Klimakonferenzen, die es seither gab. „Einmal Führung bitte – klimapolitische Zeitenwende jetzt“, forderte ein Schild Bundeskanzler Scholz mit seinen eigenen Worten zum Handeln auf. Dass er sich dabei nicht verstecken könne, beschrieb ein anderer Text, der bei der Eröffnung präsentiert wurde: „Hallo Herr Scholz, hier können Sie sich vor der Realität verstecken:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           SPD, Die Grünen, FDP, CDU, AfD, die eigenen inneren Ausflüchte
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , NICHT.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aus der Praxis der klimapolitischen Arbeit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Aktion heute war nicht nur ein kraftvoller Auftakt für die Wortblockade, die von Stuttgart aus in weitere Städte ziehen wird, sondern diente auch nebenbei der Vernetzung der klimapolitischen Gruppen der Region und ließ Raum für die Diskussion untereinander. Wo stehen die Menschen Deutschlands in Sachen Klima?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Viele erkennen gerade, dass es die Klimakrise gibt, aber fühlen sich alleine hilflos“, berichtete eine Mitstreiterin. Genau diese Menschen könnten und sollten an ihren Bundeskanzler schreiben - so die Botschaft der Kampagne.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 19 Aug 2022 15:32:19 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.wortblockade.de/start-der-klimapolitischen-kampagne-wortblockade</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/DSC08187_Copyright_Chirstoph-Burger_frei-nutzbar-CCO-komp.JPG">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/DSC08187_Copyright_Chirstoph-Burger_frei-nutzbar-CCO-komp-4be9ded8.JPG">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Zu viele Worte - Wortblockade für Klimagerechtigkeit</title>
      <link>https://www.wortblockade.de/zu-viele-worte-wortblockade-fuer-klimagerechtigkeit</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h2&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    
          Worte können die Welt verändern - also auch die Klimakrise
         &#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/Logo-wei-C3-9F.PNG"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
              
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           „Du Wicht!“. Oder: „Ick liebe dir!“. Worte wirken. Wer sagt sie zu wem und in welchem Kontext? Unsere Gedanken verarbeiten wir sprachlich. Worte darüber, was wir von uns selbst halten und was wir über uns denken. So wird die Klimakrise auch dadurch bestimmt, wie wir darüber reden - oder schweigen.
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sinnlose Talkshows
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Hort sinnloser Worte sind Talkshows zur Klimakrise. Die meiste Zeit wird etwas diskutiert, das per se nicht besprochen werden kann. Die Tatsachen der Klimaphysik und die nachweislich ungenügende politische Reaktion darauf werden debattiert, als gäbe es hier etwas zu verhandeln. In der übrigen Zeit vermischen sich berechtigte und interessante Aspekte auf dieser Grundlage so, dass ein heilloses Durcheinander entsteht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vertreterinnen und Vertreter der Klimabewegung werden so behandelt und positioniert, als verträten sie eine der möglichen Meinungen. Und sie lassen sich oft in diese Nische drängen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Mit der Physik kann man nicht diskutieren“ ist einer der wichtigsten Sätze, die die letzten Jahre hervorgebracht haben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Worte statt Handeln
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Viel zu viele Worte gibt es generell in unseren Köpfen. Zuweilen sind es hochintelligente, komplizierte Gedankengänge, die wir da entwerfen. Sie dienen allzu häufig dazu, uns selbst davon zu überzeugen: alles halb so schlimm!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Worte und Tatsachen sind nur elektrische Impulse. Das Entscheidende ist, welche Bedeutung wir ihnen verleihen. In diesem Fall: ob wir die unerwünschte Bedeutung an uns heranlassen oder nicht. Ob wir die Krise an uns persönlich herantreten lassen oder wie Außenstehende behandeln. Die allermeisten Politiker:innen-Sätze erklären sich nur so. Sie werden vor dem Hintergrund gesprochen, dass die Sprecherinnen und Sprecher selbst außen vor bleiben. Es wirkt so, als lebten sie auf einem anderen Planeten. Wir haben uns so sehr daran gewöhnt, dass das gar nicht mehr auffällt.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Taten und Worte
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jene Worte, die wirken, stehen meist in einem Kontext. Häufig sind sie mit Taten verbunden – aber nicht immer. Greta Thunbergs berühmtes Holzschild „Schulstreik fürs Klima“ wirkte dadurch, dass sie es vor dem schwedischen Parlament ausstellte, während sie eigentlich in der Schule sein sollte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.zeit.de/1969/17/beate-klarsfelds-privater-feldzug" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           „Nazi, Nazi, Nazi“
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            schmetterte Beate Klarsfeld 1968 dem damaligen Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger auf offener Bühne entgegen – und begleitete ihren Ausruf mit einer Ohrfeige.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Joschka Fischers
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_82556900/schaeubles-vorgaenger-als-bundestagspraesident-schrieben-geschichte.html" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           „Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein Arschloch“
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ging in die Geschichte ein, weil er die ordinäre Beschimpfung in Hochsprache einkleidete. Wir sehen hier, dass es nicht immer Taten braucht, um Worte besonders zu machen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Ein weiteres Beispiel dafür ist der berühmte Satz John F. Kennedys
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ich_bin_ein_Berliner" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           „Ich bin ein Berliner“
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . Der US-Präsident war im Kalten Krieg zur Unterstützung der Einwohnerinnen und Einwohner West-Berlins in die damals isolierte Stadt gekommen, um seine Unterstützung zu signalisieren. Der in Deutsch gesprochene Satz inmitten der englischsprachigen Rede stach heraus.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Worte der Wortblockade
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch die Briefe an Olaf Scholz haben einen besonderen Kontext. Berühmte Worte der Geschichte sind häufig von einer Person auf der Bühne vorgetragen worden. Hier sind alle beteiligt und steuern ihre persönliche Perspektive bei.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Entsprechend des Grundproblems der Klimakrise verbindet die Wortblockade die ganz private Situation des weitgehend machtlosen Menschen mit der großen Politik.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Und: ganz bewusst „naiv“ hebt die Wortblockade mit der Ansprache von Olaf Scholz darauf ab, dass wir alle Menschen sind und die Klimakrise menschengemacht ist. Und also auch von uns gelöst bzw. abgemildert werden kann und muss.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 29 Jul 2022 09:53:29 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.wortblockade.de/zu-viele-worte-wortblockade-fuer-klimagerechtigkeit</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/Logo-4c0cd76f.PNG">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/8e31c9623e4644f8baa5df7c9234985d/dms3rep/multi/Logo-wei-C3-9F.PNG">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
  </channel>
</rss>
